CSU auf Wählerfang – „Kehrtwende bei der 3. Bahn?“ – nicht wirklich

Vollzieht die CSU eine echte Kehrtwende bei der 3. Bahn? Nein, denn immer noch wird am Baubeginn 2021 und Fertigstellung 2025 festgehalten.

Allerdings weiß die CSU, dass eine deutliche Mehrheit der Bayerischen Bevölkerung gegen ein Ausbau sind. Da allerdings die Wahlen anstehen und die 3. Bahn Stimmen „kostet“, schlingert die CSU a wegn Slalom.

Daher dürfen wir uns nicht von dieser Wahltaktik ablenken lassen – die CSU will weiterhin eine 3. Bahn und zwar bis 2025!!!!

Der Kampf geht weiter!

Quelle: merkur.de

Kein Wachstum der Bewegungen – keine 3. Bahn!

Die Zahlen von 2017 sind da und eine Prognose für 2018.

In den letzten Wochen wurden von Seehofer, Söder, etc. immer wieder „die geänderte Lage“ am Flughafen angesprochen. Das Wachstum wäre ja jetzt da und es muss gehandelt werden.

Wenn man sich allerdings die Zahlen anschaut, sieht das Bild etwas anders aus. Bei den Bewegungen tut sich nicht sehr viel, und scheinen sich so bei 400.000 einzupendeln. Kapazitäten sind bis 480.000 Bewegungen vorhanden (lt. FMG).

Obwohl ab März die Lufthansa insgesamt 5 A380 in München stationiert (die die alte A340er ersetzen), wird es kein signifikantes Wachstum der Flugbewegungen in 2018 geben (Aussage Kerkloh im Münchner Merkur).

Die IATA hat in einer Studie bekannt gegeben, dass das Wachstum der Passagiere in Deutschland von 2016-2036 insgesamt um die 1,4% betragen wird (inkl. Umsteiger, etc.). Dieses Wachstum wird locker durch die größere Flugzeuge aufgefangen und wird mit Sicherheit nicht in mehr Flugbewegungen resultieren!!!!

Interessanterweise hat die Deutsche Flugsicherung (DFS) bereits ähnliche Vorhersagen veröffentlicht.

Dieter Reiter (OB München) hat kürzlich bekanntgegeben, ohne weiteres Bürgerbegehren bleibt es bei einem Nein. Und er sieht nicht wie ein neues Bürgerbegehren mit den aktuellen Zahlen und Prognosen gewonnen werden kann (das sieht er also sehr realistisch ein!).

Zu dem Thema CO² und Feinstaub gehe ich an dieser Stelle mal gar nicht ein denn es ist jedem wohl glasklar, dass der Ausbau eines Flughafens (was die Bewegungskapazitäten betrifft) im Krasser Widerspruch steht zu den gesetzten Klimazielen der BRD.

Soweit zum Thema „dringender Bedarf“ und „wir sind am Ende mit den Kapazitäten“.

Es bleibt dabei, eine 3. Bahn wird hier nicht benötigt!

Entscheidung über dritte Piste in München kommt frühestens 2018

Nach der heutigen Aufsichtsratssitzung wird frühestens im kommenden Jahr über die 3. Bahn weiter entschieden, auch zum Thema Bürgerentscheid.

Das ist gut, denn die bisherige Wachstumszahlen werden sich nicht über mehrere Jahre halten können. Eine ähnliche Situation hatten wir ja 2007/2008, danach brachen die Bewegungszahlen massiv ein. Dies gilt es abzuwarten.

Den ganzen Artikel auf airliners.de ist hier zu lesen.

CSU-Umweltpolitiker lehnen dritte Startbahn deutlich ab

Der CSU-Umweltarbeitskreis wendet sich gegen eine dritte Startbahn am Münchner Flughafen. Statt dessen schlagen die CSU-Umweltpolitiker einen „Tandem-Betrieb“ mit dem Nürnberger und dem Memminger Airport vor

Die CSU-Politiker fordern in einem Schreiben an Ministerpräsident Horst Seehofer ein solches bayernweites Flughafenkonzept. Überhitzungserscheinungen um den Flughafen München würden gedämpft, für andere Landesteile entstünden jedoch wichtige Strukturimpulse, so der Vorsitzende des Arbeitskreises, der Herrieder Bundestagsabgeordnete Josef Göppel.

„Tandem-Lösung“ effizient

Die CSU-Umweltschützer argumentieren auch mit dem zusätzlichen Landverbrauch beim Bau einer dritten Startbahn. Sie entziehe der Natur insgesamt 900 Hektar Fläche. Davon würden 350 Hektar zubetoniert oder überbaut. Josef Göppel verlangt deshalb, „die Potenziale vorhandener Infrastrukturen optimal zu verknüpfen und damit volkswirtschaftlich effizienter zu nutzen“.

Überlastung künstlich geschaffen

Die häufig angeführte Überlastung des Flughafens München in Spitzenzeiten ist nach Meinung Göppels bewusst herbei geführt, um den Bau einer dritten Startbahn zu untermauern. Als Beleg dafür führt er an, dass das Flughafenmanagement 2015 schlecht ausgelastete Verbindungen in Spitzenzeiten verlegt habe, in diesen Phasen auch zeitgleiche Verbindungen von Lufthansa und Air Berlin anbiete sowie während des Hochbetriebs sogar Kleinflugzeugen Start- und Landeerlaubnisse gebe.

Der Beschluss gegen eine dritte Startbahn fiel im CSU-Umweltarbeitskreis laut Göppel mit 18 zu zwei Stimmen.

Quelle: http://www.br.de/nachrichten/oberbayern/inhalt/dritte-startbahn-flughafen-muenchen-102.html

BR-Umfrage: Bayern lehnt Dritte Startbahn ab

Freising/München – Eine repräsentative Umfrage des Bayerischen Rundfunks ergab ein erfreuliches Ergebnis für Startbahngegner: 47 Prozent der Bayern lehnen die dritte Startbahn ab, 36 Prozent befürworten das Projekt.

Im Frühjahr 2016 soll über die dritte Startbahn entschieden werden. Das hat Ministerpräsident Horst Seehofer angekündigt. Jetzt hat der Bayerische Rundfunk eine Umfrage von Infratest dimap veröffentlicht.

Darin sprechen sich 47 Prozent gegen den Bau einer dritten Startbahn am Flughafen München aus. Nur 36 Prozent sind mit dem Projekt einverstanden.

Freisings MdL Christian Magerl (Grüne) sagt: „Wir haben bayernweit Rückenwind und es zeigt, dass unsere sachlichen Argumente und unser langjähriges Engagement Früchte tragen.“ In einer Pressemitteilung meint er außerdem, dass es im vergangenen Jahr einen marginalen Anstieg der Flugbewegungen um 0,8 Prozent gab – und sich somit weiterhin kein Bedarf für eine dritte Start- und Landebahn gebe. Desweiteren geht er auf den neuesten Luftverkehrsbericht des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) ein: Die prognostizieren ein jährliches Wachstum von 0,81 Prozent pro Jahr in Sachen Flugbewegungen. Diese Zahlen sind für den Zeitraum 2015 bis 2030 angelegt. Damit bewege sich der Flughafen München ziemlich genau auf dem Schnitt.

Und auch Benno Zierer, Freisings Abgeordneter der Freien Wähler, meldet sich zu Wort: Die Wachstumszahlen seien „weit entfernt von der wichtigen Trendwerde, die der Flughafenbetreiber FMG nur zu gern feiern würde“. Die Pläne gehören seiner Meinung nach deshalb endgültig ins Altpapier.

Am Mittwochabend wird dieses und andere Themen in der Sendung Kontrovers vorgestellt (21 Uhr im Bayerischen Fernsehen).

Quelle: http://www.merkur.de/lokales/freising/freising/br-umfrage-bayern-lehnt-dritte-startbahn-6030649.html

Neue Umfrage der TNS Infratest zeigt, die Mehrheit will keine 3. Bahn

Im Streit um eine dritte Startbahn am Flughafen München verweist die SPD auf eine repräsentative Studie der TNS Infratest, derzufolge sich 50 Prozent der Menschen im Freistaat gegen eine Erweiterung aussprechen. Für die dritte Startbahn votierten demnach nur 37 Prozent der Befragten, wie die SPD am Sonntag mitteilte.

http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.streit-um-dritte-startbahn-die-csu-muss-ihre-plaene-endgueltig-begraben.0e555d30-6462-448e-9513-d76789eedaa5.html

Also, die Umfragewerte werden nicht besser – immer noch wird das Projekt von der Bevölkerung mehrheitlich abgelehnt. Die Argumente der FMG kommen einfach nicht an, weil es kein Bedarf gibt!

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