FMG gibt enttäuschende Mai-Zahlen erst nach Bürgerentscheid bekannt

Gestern hat die FMG die Monatszahlen für den Mai bekanntgegeben. Es ist jetzt auch klar, warum die Zahlen nicht wie üblich um den 14. eines Monats veröffentlicht wurden. Denn am 17. Juni stimmten die MünchnerInnen über die 3. Startbahn ab, und lehnten diese ab.

In Mai sind die Anzahl Passagiere fast auf dem Niveau von Mai 2011 zurückgefallen (mageres Plus von 0,8%). Dies ist verwunderlich, stellt die FMG doch bisher immer klar welche tolle Passagierrekorde sie erreicht.

Der Trend ist aber schon seit März rückläufig und nähert sich immer weiter das Niveau von 2011 an.

Die Anzahl der Flugbewegungen ging gegenüber Mai 2011 sogar mit dramatische -4,1% zurück.

Begeisterung über Abwahl der dritten Startbahn am 17. Juni

Wir Menschen in der Flughafenregion sind voller Begeisterung und Freude über dieses triumphale Ergebnis.
Die Solidarität der Münchnerinnen und Münchner endet nicht an der Stadtgrenze. Die Bevölkerung in München lässt es nicht kalt, wenn wir Flughafenanwohner unter Lärm und Abgasen leiden.

Für diese Solidarität und das tatkräftige Mitwirken an diesem Erfolg dankt das Aktionsbündnis AufgeMUCkt im Namen aller Betroffenen ganz herzlich.

Es geht ein klares Signal von diesem Ergebnis aus, das weit über den Großraum München zu hören ist.  „Höher, schneller, weiter“ war gestern. Heute ist: „besser, gerechter, nachhaltiger“. Das Ergebnis wird allen Mut machen, die gegen größenwahnsinnige und Umwelt zerstörende Projekte kämpfen und sich für eine nachhaltige Entwicklung einsetzen. Darüber hinaus ist das eine große politische Niederlage für die informelle große Koalition.

Die Bürgerinnen und Bürger in München haben deutliche Botschaften gesetzt:
Sie setzen auf eine Infrastruktur, die ökologisch nachhaltig ist. Den weiteren Ausbau des Flugverkehrs zählen sie zurecht nicht dazu.
Die Position „Wachstum um jeden Preis“ hat keine Mehrheit. Stattdessen sollen Lebensqualität, Gesundheit und die Recht der kommenden Generationen stärker als bislang berücksichtigt werden.

Die Gewinner dieses Entscheids sind die Menschen im Großraum München, deren Lebensqualität nicht durch noch mehr sinnlose Belastungen verschlechtert wird. Die Verlierer sind die Bayerische Staatsregierung, die FMG, und vor allem Christian Ude.

Als Dank wird für die Münchner eine große Party in Freising stattfinden. Termin wird noch bekanntgegeben.

Einladung Fachgespräch am 12. Juni im Bayerischen Landtag

Basierend auf einer Analyse der wirtschaftlichen Auswirkungen des Flughafen-Ausbaus durch Ernst Basler + Partner AG wurde der Bau für eine dritte Start- und Landebahn genehmigt. Dabei fehlt eine Kosten-Nutzen-Analyse, bei der die Vorteile gegen die direkten, indirekten und externen Kosten abgewogen werden. In der Studie “The economics of the expansion of Munich Airport“ werden die sozio-ökonomischen Auswirkungen des Ausbaus des Flughafens München analysiert. Einen ersten Zwischenbericht können wir Ihnen in diesem Fachgespräch vorstellen.

Vorgestellt wird der Zwischenbericht von Jasper Faber, CE Delft.

CE Delft hat langjährige Erfahrungen bei der Untersuchung ökologischer und ökonomischer Auswirkungen des Luftverkehrs und der Flughäfen. Das Unternehmen hat die Europäische Kommission, GD Umwelt, bei der Einbeziehung des Luftverkehrs in das EU-Emissionshandels-system beraten.

CE Delft erstellte zu dem geplanten Ausbau in Heathrow eine Folgenabschätzung (The economics of Heathrow expansion, 2008), die maßgeblich mit dazu beitrug, dass die dort geplante dritte Startbahn nicht gebaut wurde.

Ebenso erstellte CE Delft eine soziale Kosten-Nutzen-Analyse eines Nachtflugverbots am Flughafen Heathrow (Ban on night flights at Heathrow Airport: A quick scan Social Cost Benefit Analysis, 2010).

Termin: 12. Juni, 13:00

Tagungsort:
Sitzungssaal 4
Bayerischer Landtag
Maximilianeum, München

Anmeldung (unbedingt erforderlich): bis zum 11. Juni 2012 unter christian.magerl@gruene-fraktion-bayern.de

Aktion „Meine Münchner Stimme“ gestartet

Münchner können den Flughafen-Anwohnern eine Stimme verleihen.

Am 17. Juni entscheiden die Münchner Bürgerinnen und Bürger über die Zukunft der geplanten dritten Startbahn beim Flughafen im Erdinger Moos. Sie haben es in der Hand, den Bau zu stoppen. Möglich wird dies durch die Tatsache, dass die Stadt München Gesellschafterin der Flughafen-Gesellschaft FMG ist und der Bau von allen Gesellschaftern abgesegnet werden muss.

Aus rechtlichen Gründen können die direkten Anwohner des Flughafens in den angrenzenden Landkreisen nicht mitstimmen, obwohl sie besonders unter dem Fluglärm leiden. Um dieses Manko zu beheben und den Anwohnern vor Ort auch in München eine Stimme zu verleihen, wurde vom Bündnis AufgeMUCkt die Aktion „Meine Münchner Stimme“ gestartet. Menschen, die Umland des Flughafens leben, suchen auf der Website www.meine-münchner-stimme.de nach stimmberechtigten Münchnern, die am 17. Juni gegen die dritte Startbahn stimmen. Mit Postkarten, die an Bekannte, Freunde oder Kolleginnen und Kollegen geschickt werden, wird die Aktion beworben. Ziel ist es, durch den persönlichen Kontakt den Münchnerinnen und Münchnern die Folgen einer dritten Startbahn für die Anwohner nahe zu bringen und sie um ihre Solidarität zu bitten.

B5 aktuell – Der Funkstreifzug – David gegen Goliath, der Kampf um die 3. Startbahn

Der Funkstreifzug, die „kritische Sendung zum Wochenende“, kennt kein Tabu. Die „Macher“ recherchieren Woche für Woche gesellschaftliche Vorgänge, die im Argen liegen. Sie decken Missstände auf, beleuchten Hintergründe, üben konstruktive Kritik, regen Verantwortliche zum Nachdenken an. Der BR unterstreicht mit der seit 1965 existierenden Sendung, wie wichtig ihm investigativer Journalismus ist.

Diesmal die Sendung „David gegen Goliath“ – Der Kampf um die 3. Startbahn.

Als Podcast auch zum Downloaden.

Quelle: B5 Aktuell

FSM bildet Ausschuss für den Abwehrkampf gegen die dritte Startbahn

Die Aufbruchstimmung ist bei der FSM nach dem Wahlsieg von Tobias Eschenbacher ungebrochen. Jetzt wird man einen fünften Ausschuss bilden, der sich mit dem Kampf gegen die dritte Startbahn beschäftigen soll.

Rund 40 000 Euro hat die Freisinger Mitte (FSM) der ganze OB-Wahlkampf gekostet. Gut angelegtes Geld, immerhin trug man mit Tobias Eschenbacher am 25. März den Sieg davon. Es war also kein Wunder, dass am Dienstag bei der ersten Mitgliederversammlung der FSM nach der Wahl weiterhin Aufbruchstimmung unter den jetzt bereits 161 Mitgliedern herrschte. Und vor allem: Der Verein wird einen fünften Ausschuss bilden, der sich mit dem Kampf gegen die dritte Startbahn beschäftigen soll. Da könne die FSM ihre „Kampagnenfähigkeit“ abermals unter Beweis stellen, sagte FSM-Chef Florian Notter vor über 70 Anwesenden im Hofbrauhauskeller.

Kompletter Artikel zu lesen auf merkur-online.de

Kaum Unterstützung für Startbahn-Bündnis durch Münchner DAX-Konzerne

Aus der Onlineausgabe der Süddeutsche.


Von Marco Völklein

Die meisten Münchner Dax-Konzerne wollen das Pro-Startbahnbündnis nicht unterstützen. Das dürfte die Befürworter wenig freuen – sie rühmen stets die große Bedeutung des Projekts für die Wirtschaft.

Auf diese Zahlen ist Bernhard Loos besonders stolz: Mehr als 2000 Fans auf Facebook zähle seine neugegründete Bürgerinitiative „München pro dritte Startbahn“ mittlerweile, zudem hätten sich 500 Leute zu einer Mitgliedschaft entschlossen. Und im Augustinerkeller am Mittwochabend fanden sich weitere 350 Unterstützer ein, um die Argumente zu hören, die für den Ausbau sprechen. Da schwärmte Flughafen-Chef Michael Kerkloh vom „internationalen Drehkreuz“.
Flughafen München mit Passagierrekord

Der Flughafen München soll eine dritte Startbahn bekommen. Doch die meisten Dax-Unternehmen aus der Landeshauptstadt wollen dieses Projekt nicht aktiv unterstützen. (© dpa)

Da pries SPD-Fraktionschef Alexander Reissl den „Wirtschafts- und Forschungsstandort“, der durch den Ausbau gefördert werden müsse. Und da sprach der FDP-Abgeordnete Tobias Thalhammer von „blühenden Städten“ wie Hallbergmoos, die ohne den Flughafen „alte Moosgemeinden“ geblieben wären.

Doch so sehr die Politiker auch die große Bedeutung des Projekts für die Wirtschaft rühmen – die direkte Unterstützung großer Unternehmen bleibt aus. Zwar machen mittelgroße Firmen wie der Autoverleiher Sixt oder der Chemiekonzern Wacker mit beim Pro-Startbahn-Bündnis. Doch fünf der sieben in München ansässigen Dax-Konzerne sollen nach SZ-Informationen dem Bündnis definitiv abgesagt haben. Vor sechs Wochen hatte Bündnis-Koordinator Stephan Heller erklärt, man sei in Gesprächen mit den großen Unternehmen und – im Grunde – guter Dinge.

Mittlerweile sind die Bündnis-Leute nur noch mit zwei Münchner Dax-Riesen im Gespräch. Ergebnisse werde man eventuell in der kommenden Woche präsentieren. Die Suche gestalte sich zudem mühsam, ist zu hören. Denn die Ausbaugegner setzten Firmen, die sich für die Erweiterung stark machen, mit Boykottaufrufen unter Druck, wird beim Pro-Bündnis geklagt.

Tatsächlich zählt das Aktionsbündnis „Aufgemuckt“ auf seiner Internetseite Startbahn-Unterstützer wie die Modefirma Bogner und Feinkost Käfer auf und schreibt: „Jeder Startbahngegner sollte sich gut überlegen, ob er sein Geld bei diesen Firmen lassen will!“

Aufgemuckt“-Sprecherin Helga Stieglmeier sieht darin indes „keinen offensiven Boykottaufruf“. Über einen solchen hätten die Aktivisten zwar beraten, sich dann aber dagegen entschieden. „Jeder kann die Liste der Bündnispartner einsehen und dann selbst überlegen, was er damit machen will“, sagt Stieglmeier.

Auch das Münchner Bündnis gegen den Startbahnbau wies die Behauptung, man rufe zu Boykotten auf, zurück. Vielmehr würden die Konzerne wissen, „dass auch mit zwei Startbahnen ihre Mitarbeiter und ihre Fracht überall hinkommen“, sagte Sprecher Christian Hierneis.

 

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Quelle: (SZ vom 20.04.2012/mest)

Bewegungen im ersten Quartal weit mehr rückläufig, FMG „vergisst“ Schaltjahr

Gestern kam eine Pressemeldung der FMG über die Ergebnisse des ersten Quartals. In der Pressemeldung hat die FMG leider vergessen zu erwähnen, dass dieses Jahr ein Schaltjahr war und man ein extra Tag hatte (29.2). Ziemlich peinlich.

D.h. also, die Vergleiche mit den Ergebnisse aus 2011 sind Unsinn. Wenn man den 29.2 also raus rechnet (um vergleichbar zu sein), sehen die Ergebnisse plötzlich nicht mehr so rosig aus.

Ich liste auf:

Zitat: „Das Wachstum auf innerdeutschen Strecken betrug bei den Passagieren zwei Prozent. Im Interkontinentalverkehr…“
Kommentar: Diese Aussage ist absurd und falsch. Rechnet man den 29.2 raus, verbleiben gerade mal 1%.

Zitat: „Mit 94.850 weist der Münchner Flughafen zwei Prozent weniger Flugbewegungen nach.“
Kommentar: Auch hier sind es wegen dem 29.2 real über -3%. Die Zahlen kann jeder bei der DFS nachschauen. Demnach liegt der Flughafen München bei den Bewegungen in den ersten 13 Kalenderwochen bei -3,7% (vergl. Frankfurt mit -3,4%) gegenüber Vorjahr (obwohl dieses Jahr Schaltjahr ist!).

Zitat: „Der Ausblick auf den Sommerflugplan mit einem erneuten Rückgang mit einem zu erwarteten Rückgang von 9.000 Flugbewegungen gegenüber dem letzten Jahr…“
Kommentar: Das entspricht -3,6% bei den Bewegungen gegenüber 2011 und ziemlich genau den Wert der ersten 13 Wochen. D.h. der Flughafen erwartet keine Erholung. Mit 238.000 Bewegungen wäre der Sommerflugplan noch unter den Bewegungen Sommer 2003!

Zitat: „Neue Flugverbindungen könnten aber nicht geplant werden, weil der Betrieb zu den Hauptverkehrszeiten komplett ausgebucht sei.“
Kommentar: Ist es nicht immer Ziel eine Industrieanlage mit maximaler Auslastung zu betreiben? Jeder nicht verkaufte Slot trägt schließlich nicht zum Unternehmensergebnis bei sondern sind brach liegende Ressourcen die die Marge drücken. Diese Argumentation ist daher absolut nicht nachvollziehbar!

Es stellt sich also immer deutlicher heraus, dass eine weitere Bahn für mehr Bewegungen absolute Luxus ist und unnötig. Die gelieferte Argumente sind einfach widerlegbar und teilweise Betriebswirtschaftlicher Unsinn. Der Flughafen ist im Moment so weit entfernt von der in der Intraplan aufgeführte Bewegungsprognose, dass das schon alleine ein Grund wäre das Projekt zu stoppen. Dazu ist es wirklich ein Wunder,  dass so viele Betriebe aus der freien Wirtschaft das Pro3-Bündnis unterstützen… gibt zu denken!

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