Startbahnurteil – es ist so gekommen wie erwartet

Leider so zu erwarten, wenn auch nicht in dieser Deutlichkeit und Dramatik: http://www.merkur-online.de/lokales/freising/freising/flughafen-muenchen-startbahn-urteil-gefallen-3373975.html

Zum Thema Bedarf sind die Zahlen ziemlich klar. Flugbewegungen im Vergleich (lt. wikipedia)

Heathrow mit 2 Startbahnen:
476.000 Flugbewegungen pro Jahr

München mit 2 Startbahnen:
389.000 Flugbewegungen pro Jahr (2013). Prognose 2014: ~378.000

Der geplante Ausbau basiert also nicht auf Notwendigkeiten sondern auf grössenwahnsinnigen Wachstumsvisionen.

Ich darf an der Info-Veranstaltung zum Urteil heute Abend erinnern. Wer mitfahren möchte, habe 4 Plätze ab Thalham anzubieten. Bitte telefonisch bei mir melden.

Info-Veranstaltung zum Urteil

Wann: 20:00 Uhr

Wo: Freisinger Gaststätte „Grüner Hof“, Erdinger Str. 42, Freising

Pressekonferenz „Studie CE Delft“

Am 2.4 fand eine Preseskonferenz im Bayerischen Landtag statt. Die Studie der CE Delft wurde vorgestellt. Anwesend waren viele Pressevertreter (SZ (Völklein), MM, AZ, BR, AA, DPA, SAT 1, TV München und einige freie Journalisten).

Die Studie gibt es als PDF zum Download hier: http://www.christian-magerl.de/dateien/CEDelftOEkonomischeAnalyseErweiterungMUC.pdf

Ebenfalls gab es heute die passende PM dazu -> Zahlen PK 030413.

Wenn man die Bewegungszahlen anschaut (und die in der Pressemeldung für 2013 genannte sind m.E. sogar noch optimistisch) und die Aussagen der DFS (Deutsche Flugsicherung) berücksichtigt, frage ich mich wie die FMG ernsthaft die geplante Bewegungszahlen für 2025 vertreten kann.

Für den Sommerflugplan 2013 sind gerade mal 225.000 Bewegungen angemeldet worden. Diese Zahl liegt auf dem Niveau von 2002/2003 (!) und ist der dritte Sommerflugplan in Folge mit einem Rückgang der Bewegungen.

Lufthansa Manager entlarvt Flughafen-Chef Kerkloh

Von der Piratenpartei-Landesverband Bayern:

Der Lufthansa Manager Thomas Klühr hat im Ausschuss Verkehrspolitik des Wirtschaftsbeirates Bayern die Gründe dargelegt, warum die Lufthansa an der dritten Startbahn interessiert ist. Von Vorteilen für München war keine Rede.

Der  Lufthansa Manager führte aus, dass die Lufthansa zur besseren Auslastung ihrer Fernstreckenverbindungen München verstärkt als Umstiegsflughafen nutzen wolle. Hierfür sei die 3. Startbahn erforderlich.

«Das bedeutet ganz klar, dass das bislang als Ausbaugrund genannte Wachstumspotenzial aufgrund der lokalen bis regionalen Bedürfnisse nicht einmal innerhalb der strategischen Unternehmensplanung der Lufthansa eine Grundlage hat”,  so Volker Kunze, Kreisvorsitzender der Piratenpartei in Freising und Sprecher der FG Bauen und Verkehr:

Mit dieser Argumentation wurde sogar der Flughafen-München-Chef Michael Kerkloh entlarvt. Dieser hat die 3. Startbahn stets mit dem Argument eines gesteigerten Bedarfs im Großraum München begründet.

Quelle: Piraten-Partei

Schuldenexplosion beim Münchner Flughafen

Aktueller Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht belegt eine halbe Milliarde Euro Schuldenzuwachs

Die Schuldenlast bei der Flughafen München Gesellschaft (FMG) ist innerhalb eines Jahres um mehr als eine halbe Milliarde Euro in die Höhe geschnellt. Das weist der gestern erstmalig veröffentlichte Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht „Perspektiven 2010“ der FMG aus.

„Finanzminister Fahrenschon als Aufsichtsratsvorsitzender muss dem Landtag dringend erklären, wie es zu dieser Schuldenexplosion kommen konnte“, fordert der grüne Landtagsabgeordnete Christian Magerl.

Nach Angaben des FMG-Berichts sind die Verbindlichkeiten gegenüber den Gesellschaftern, also Bund, Freistaat Bayern und Landeshauptstadt München, von 10,4 Millionen Euro im Jahr 2009 auf 152 Millionen Euro im Jahr 2010 emporgeschnellt. Bei Banken stand die FMG im Jahr 2010 mit mehr als 1,76 Milliarden Euro in der Kreide, 2009 waren es noch 1,55 Milliarden. Unter dem Posten „Sonstige Verbindlichkeiten“ verzeichnet die FMG im Jahr 2009 noch 69,1 Millionen Euro, 2010 sind es bereits 255,2 Millionen.

Christian Magerl: „Die Gesamtsumme der Verbindlichkeiten lag 2010 bei 2,23 Milliarden Euro und damit mehr als eine halbe Milliarde über dem Schuldenstand von 2009.“ Im Vorjahr hatte die FMG insgesamt noch 1,68 Milliarden Euro Verbindlichkeiten bilanziert.

„Bei diesem Schuldenstand fragt man sich, wie die FMG und ihre Gesellschafter allen Ernstes hoffen können, dass die dritte Start- und Landebahn ohne Zuschüsse aus Steuermitteln gestemmt werden soll“, schlägt Christian Magerl Alarm. Nach derzeitigem Stand soll die umstrittene neue Bahn eine Milliarde Euro kosten, zeitgleich muss der so genannte Satellit finanziert werden, der mit einem ähnlich hohen Betrag veranschlagt wird.

Christian Magerl: „Es wird höchste Zeit, dass Fahrenschon endlich die Karten auf den Tisch legt und ein belastbares Finanzierungskonzept für die dritte Startbahn präsentiert – oder noch besser: Das Projekt so schnell wie möglich beerdigt.“

Quelle: PM von Simone Paulmichl, Pressesprecherin Bündnis 90 / Die Grünen im Bayerischen Landtag

AUFRUF ZUR DEMO am Pfingstsamstag im Flughafen: „Bequem in den Urlaub – 2 Startbahnen reichen“

Am Pfingstsamstag, 11. Juni, findet von 15 – 17 Uhr eine Demonstration im Münchner Flughafen statt (MOC).

Unter dem Motto „Bequem in den Urlaub – 2 Startbahnen reichen“  versammeln wir uns am MAC-Forum zwischen Terminal 1 und 2. In einem Zug werden wir auf die Empore ziehen und dort Transparente entrollen und unsere Ablehnung einer 3. Startbahn bekräftigen.

Die Bürgermeister der am meisten betroffenen Orte werden ihre Lage schildern. Christian Magerl und Manfred Pointner werden Reden halten.

Bitte werbt im Familien-, Freundes- und Kollegenkreis und kommt zahlreich zur Demo!

Zum Ausdrucken und Verteilen hier ein Plakat und einen Flyer (beide Links zu AufgeMUCkt).

Sommerflugplan – Streichungen in München, Ausbau in Zürich

Der Sommerflugplan in München hat einige gravierende Änderungen. Ein paar unbedeutende Kurzstrecken wurden neu aufgenommen aber Langstrecken gestrichen bzw. von der Frequenz her runter gesetzt.

In Zürich dagegen baut die Swiss ihr Streckennetz aus. Von der Homepage des Flughafen Zürichs folgender Zitat.

SWISS passt den Flugplan an und erhöht die Frequenzen an einige ausgewählte Ziele. Im Europa-Verkehr wird SWISS ab 17. Dezember Valencia und Belgrad neu zweimal täglich bedienen.

Die Aussichten auf den Sommerflugplan:

Ab Sommerflugplan 2011 werden die Langstreckendestinationen Shanghai und San Francisco neu täglich angeflogen, Nairobi/ Dar es Salaam ausserdem neu sechs statt wie bisher fünfmal wöchentlich. Auf der Kurzstrecke bietet SWISS ab dem 28. März 2011 neu zwei tägliche Flüge nach Malaga an.

Zürich wird ausgebaut und in München abgebaut. Sieht für mich nicht nach einem „Standort-Commitment“ der LH für München aus!

Fraport läuft der FMG davon

Flughafenbetreiber Fraport steigert Gewinn und erhöht Dividende. Fraport hat 2010 den Gewinn kräftig steigern können, von 150 Millionen Euro in 2009 auf 190 Millionen letztes Jahr. Zusätzlich kamen einmalig Rückstellungen frei welches den Gewinn auf 270 Millionen steigen ließ.

Sowohl Fracht als auch Passagieren sind gestiegen.

Der Flughafen München verliert also immer mehr am Boden denn die Zahlen der FMG laufen nicht synchron mit den Zahlen von Fraport. Wäre auch mal schön denn dann kann die FMG endlich anfangen die von den BürgerInnen geliehenes Geld (2,2 Milliarden) zurückzuzahlen. Auch wenn die FMG pro Jahr 150 Millionen verdienen würde, wäre das Darlehen erst in 22 Jahre vollständig zurückgezahlt worden (bei 100 Millionen pro Jahr!). Auf Abzahlung und profitabel werden sollte der Fokus erst mal liegen – dies ist der ROB und FMG den BürgerInnen schuldig bei dem jetzt schon riesigen Schuldenberg.

Hinzu kommt, dass eine genaue Überprüfung der Tragfähigkeit des FMG-Konzepts zwingend erforderlich ist. Es kann doch nicht sein das hier eine riesige Infrastruktur aufgebaut wird und 400KM weiter die Geschäfte florieren.

Besinnung auf das Wesentliche wäre hier angebracht – München ist ein bleibt ein Lokalflughafen. Warum ist das so unakzeptabel für FMG und ROB?

Besser klein und profitabel
als ein weiteres Debakel!

Quelle: Handelsblatt

Terminal 2 – Erweiterung geplant

Am 17. Dezember wird die Gesellschafterversammlung der FMG über die Erweiterung des Terminal 2 diskutieren.

Interessanterweise würde damit die Kapazität des Flughafens um 11 Millionen Passagieren erhöht werden können – dies wohl unabhängig einer 3. Bahn!!!!

Falls die Interpretation korrekt ist wäre eine 3. Bahn erst recht nicht nötig.

Quelle: Münchner Merkur, 03.12.2010

Pressemitteilung Dr. Magerl – PE Finanzierung 3. Startbahn

Pressemitteilung (Auszug)

Die Flughafen München GmbH (FMG) unterliegt einem fundamentalen Irrtum, wenn sie glaubt, das Problem der Finanzierung der geplanten 3. Startbahn mit ein paar lässigen Floskeln durch-winken zu können. Denn dass da einiges im Argen liegt, lässt sich unschwer an den jüngsten Äu-ßerungen von FMG und Staatsregierung erkennen. Die ständig wiederholte Behauptung, für den Bau würden keine Steuermittel benötigt, wirkt angesichts der Heimlichtuerei wenig glaubhaft, vor allem wenn man das Vorgehen mit dem Verhalten anderer Flughafengesellschaften vergleicht, die offenbar nichts oder weniger zu verbergen haben.
Deshalb hier erst einmal ein paar grundsätzliche Fakten. Das Bundesverwaltungsgericht hat mehr-fach festgestellt: „Eine Planung, die aus finanziellen Gründen nicht realisierbar ist, ist rechtswid-rig, weil ihr die Planrechtfertigung fehlt.“ (z.B. Beschluss BVerwG 4 B 71.06 vom 16.07.2007). Die Art der Finanzierung selbst hingegen ist nicht Gegenstand des Planfeststellungsbeschlusses. Daraus folgert die FMG offenbar, die bloße Behauptung, die Finanzierung sei gesichert, reiche schon aus. In einem Schreiben an die Regierung von Oberbayern heißt es: „Das zur Planfeststel-lung beantragte Ausbauvorhaben des Verkehrsflughafens München [Anm.: gemeint ist die 3. Startbahn] soll (laut Bayerischem Finanzministerium) von der Flughafen München GmbH über eigenen Cash-Flow und die Aufnahme von Darlehen auf dem Kapitalmarkt finanziert werden. Dieses Finanzierungskonzept … gestattet die Realisierung des planfestgestellten Vorhabens. Die Bonität der Flughafen München GmbH steht … außer Zweifel.“
Interessant ist hier zweierlei:
a) Die bloße Willensäußerung des Ministeriums stellt für die FMG bereits ein Finanzierungs- konzept dar.
b) Die FMG betrachtet die 3. Startbahn als bereits „planfestgestellt“.

bitte weiterlesen durch Download des Dokuments.

Download: Pressemitteilung (PDF, 103KB)

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