Air Berlin baut Streckennetz ab Berlin aus

Air Berlin bietet ab Sommer 2011 Direktflüge zwischen Berlin und New York an. Sobald der neue Flughafen BBI in Juni 2012 eröffnet wird werden sicher viele Strecken hinzukommen die im Moment über München abgewickelt werden.

Die Aussage von Rainer Schwarz, Chef der Berliner Flughäfen:

Der künftige Hauptstadtflughafen Berlin Brandenburg International (BBI) in Schönefeld biete für weiteres Wachstum beste Voraussetzungen, betonte der Airport-Chef. Ziel sei es, mit BBI in die Rangliste der zehn führenden europäischen Flughafenstandorte aufzusteigen.

Daher ist keine 3. Startbahn mehr nötig.

Link zum Artikel auf Spiegel.de

Interview mit Dr. Michael Kerkloh in der Passauer Neue Presse

Die PNP hat ein Interview veröffentlicht mit Dr. Michael Kerkloh. Mal wieder wurden die im aktuellen Gutachten genannte Punkte breitgetreten. „Jobmaschine“, usw.

Seriöse Prognosen gehen von möglichen Passagierzahlen im Jahr 2025 am Flughafen München von rund 58 Millionen aus. Um die bewältigen zu können, brauchen wir die 3. Start- und Landebahn.

Mit dem Zwei-Bahnensystem sind diese Zahlen machbar. Wenn der Flughafen effizienter gemanaged (siehe mein anderer Artikel) wird sicher sogar etwas mehr.

Zudem würde die Bedeutung des Flughafens als wichtiges europäisches Drehkreuz des Luftverkehrs sinken.

München war nie als internationaler Hub geplant, die gesamte Anbindung ans Umland ist nicht darauf ausgerichtet. Ganz anders als Berlin Brandenburg International welches 2012 eröffnet wird. Mit BBI vervierfacht sich die Kapazität in Berlin und das wird München sicher zu spüren bekommen (komisch dass das im Gutachten nicht erwähnt wird: 14% der Abflüge aus Berlin gehen im Moment nach München und der Großteil wird ab 2012 sicher nicht mehr hierher kommen!). Daher…

Ich hoffe, dass Ende dieses Jahres der Planfeststellungsbeschluss erlassen wird. Damit wäre ein Sofortvollzug verbunden, der aber sicher nochmals gerichtlich angefochten und damit nochmals überprüft würde. Das aber würde innerhalb eines Jahres geschehen, so dass ein Baubeginn Anfang 2012 möglich wäre. Zwei Jahre später könnte dann die 4000 Meter lange neue Startbahn fertig sein.

2012 wird BBI eröffnet – ist die 3. Bahn die Flucht nach Vorne?

Um die für 2025 prognostizierten möglichen 57 Millionen Passagiere zu bewältigen, werden also im Vergleich zu heute direkt und indirekt bis zu 50 000 zusätzliche Kräfte notwendig. Wird die 3. Start- und Landebahn nicht gebaut, wird es die nicht geben. Zudem würde die Bedeutung des Flughafens als wichtiges europäisches Drehkreuz des Luftverkehrs sinken. Und das hätte Nachteile für die Standortqualität ganz Bayerns. Das Land geriete aus dem Fokus vieler Investoren aber auch Normal-Reisender in aller Welt, was sich negativ auf die Wirtschaft auswirken würde.

57 Mio. Passagieren gehen mit 2 Bahnen – andere Flughäfen haben das bewiesen. Dazu kommt das wir keine weitere Billigjobs für €3,57 die Stunde bauchen. Auch vor der Eröffnung des Flughafens lag die Arbeitslosenquote auf dem heutigen Niveau.

Quelle: Passauer Neue Presse

Lufthansa streicht im Winter 1000 Flüge

Eine aufmunterende Nachricht im Spiegel.de.

Europas Airlines leiden weiter unter Passagierschwund. Die Lufthansa wird daher die Zahl ihrer Flüge im kommenden Winterflugplan verringern. Betroffen sind vor allem Inlands- und Europaverbindungen.

Link zum Artikel.

Mit 4. Bahn in Frankfurt sowie die momentane wirtschaftliche Entwicklungen sind ausreichende Kapazitäten vorhanden. Eine 3. Bahn wird in München nicht benötigt.

Auswirkungen der geplanten 3. Startbahn für den Landkreis Pfaffenhofen

Der Bund Naturschutz – Ortsgruppe Pfaffenhofen – führt eine Informationsveranstaltung durch:

„Auswirkungen der geplanten 3. Startbahn für den Landkreis Pfaffenhofen“

Mittwoch, 12. August 2009, 20:00 Uhr

Naturfreundeheim, Ziegelstr. 88, Pfaffenhofen/Ilm

Zu dieser Veranstaltung möchten wir Euch ganz herzlich einladen.

Es sprechen:

Günther Raschel, BI Buch am Erlbach (Landkreis Landshut)

Alfred Schreiber, VCD-Kreisvorsitzender Freising/Erding/Dachau

Der Flughafen München expandierte in den vergangenen Jahren sehr stark und plant den Bau einer 3. Start- und Landebahn.

Da die Beeinträchtigungen des Flugverkehrs und des Flughafenbetriebs nicht vor den Landkreisgrenzen Halt machen, wollen wir mit umfangreicher Information für Aufklärung sorgen. Es werden die derzeitigen Auswirkungen und auch die Folgen eines Flughafenausbaus aufgezeigt.

Der Flughafen soll das Passagieraufkommen von 34 Mio. auf 58 Mio. (2020) steigern. Dabei geht es in erster Linie nicht um die Belange Bayerns und Süddeutschlands, sondern der Flughafen München soll als „internationales Drehkreuz“ verstärkt Umsteiger aus halb Europa anlocken. Dies hätte jedoch massive negative Auswirkungen für die Anwohner. Aus Umweltgründen verbietet sich diese Ausweitung sowieso.

Welche Gebiete bereits jetzt betroffen sind, siehe: www.dfs.de > Flugverläufe (Deutsche Flugsicherung)

Weitere Informationen: www.vcd-bayern.de/freising

Regierung von Oberbayern ordnet neues Gutachten für Luftverkehrsprognose an

Gute Nachrichten für den nördlichen Landkreis. Zitiert aus dem Freisinger Tagblatt vom 14.11.2008 (Link).

Einen Teilerfolg errangen gestern Nachmittag im Erörterungsverfahren im Ballhausforum in Unterschleißheim die Gegner der dritten Start- und Landebahn für den Moos-Airport.

Auf Antrag von Rechtsanwalt Joachim Krauß entschied die Regierung von Oberbayern, dass ein neues Qualitätssicherungs-Gutachten zur Luftverkehrsprognose 2020 erstellt werden soll.

In der Begründung verwies Krauß auf die „völlig veralteten Zahlen“ in der bereits 2004 erstellten Luftverkehrsprognose. Nicht berücksichtigt sei die Entwicklung der Kerosinpreise. Der Emissionshandel, der das Fliegen teurer mache, die aktuelle Finanz- und Wirtschaftskrise und der Wegfall des Transrapids, der in dem ersten Gutachten noch eine Rolle gespielt habe, seien weitere Faktoren. „Das muss berücksichtigt werden. Die Realität hat sich gravierend geändert“, so Krauß. Die TU Hamburg soll nun beauftragt werden, das Gutachten zu erstellen.

Den Schlagabtausch der Experten eröffnete am Vormittag Dieter Faulenbach da Costa, der von der Schutzgemeinschaft Erding-Nord, Freising und Umgebung beauftragte Gutachter. Er führte an, dass die planbaren Kapazitäten des Flughafens nicht ermittelt worden seien. „Es wird nur mit dem dringenden Ausbaubedarf argumentiert“, so der Experte. Wenn Verspätungen bis zu 15 Minuten statt der in den Gutachten erwähnten vier Minuten zugelassen würden, könnte die Kapazität der vorhandenen zwei Bahnen erhöht werden.

Walter Vill, Geschäftsführer der Flughafen München GmbH (FMG), erläuterte, dass bereits 20 Prozent der Flüge schon über 15 Minuten verspätet seien. „Das ist kritisch. Die Flüge müssen innerhalb eines bestimmten Zeitraums abgewickelt sein. Das System auf beliebige Verspätungen auszulegen wäre eine Fehlplanung“, so Vill.

In diesem Fall sei das Risiko für die Fluggesellschaften nicht mehr kalkulierbar, Verspätungen seien teuer und das ganze System sei dadurch nachhaltig gestört.

Der frühere Chef der Deutschen Flugsicherung, Dieter Flatau, sprach für die Startb ahngegner. Er nannte die dritte Bahn einen zu hohen Preis für nur 30 Flüge pro Stunde mehr. Mit 4000 Metern sei sie unnötig lang. Großflugzeuge könnten auf den vorhandenen Bahnen landen. Eine 2500 Meter lange Bahn sei ausreichend. „Die geplante Nordbahn ist das Unsinnigste, was angelegt werden kann. Das bedeutet im ungünstigen Fall 20 Minuten Rollzeit bis zum Start. Die Bahn müsste sinnvoll im Süden gebaut werden, weil der meiste Flugverkehr aus dieser Richtung komm“, so Flatau.

Der Landtagsabgeordnete Christian Magerl (Grüne), der als Zuhörer vor Ort war, hält die Argumentation für gefährlich: „Unser Ziel muss es sein, die Planung der FMG zu Fall zu bringen. Von einer Südbahn wären Schwaig, Reisen und Langengeisling betroffen. Das kann es nicht sein.“

Emissionshandel bedroht Münchner Drehkreuz

Laut einem Artikel im Freisinger Tagblatt am 30. September 2008 schreibt die Lufthansa in ihrem „Politikbrief“, dass durch die bevorstehenden Emissionshandel „massive Einbüßen“ am Drehkreuz München befürchtet werden. Große Drehkreuze wie München und Frankfurt leben vom interkontinentalen Umsteigeverkehr. Es wird erwartet das Reisenden massiv auf die Golfstaten umgelenkt werden, wo Tickets nicht mit diesen Extraausgaben belastet sind.

Dieser Faktor wurde in der Prognose für das Planfeststellungsverfahren gar nicht berücksichtigt, ebensowenig wie der dreifach gestiegene Ölpreis. MdL Christian Magerl (Grüne) hat jetzt ein neues Argument. Landrat Michael Schweiger hat Ministerpräsident Günther Beckstein die Lufthansa-Prognose zukommen lassen.