„Der Widerstand ist ungebrochen“ – 23.524 Einwendungen!

Heute stand es im Freisinger Tagblatt.

Insgesamt sind 23.524 Einwendungen eingegangen – die offizielle Zahl der Regierung von Oberbayern.

Dieter Thalhammer, Hartmut Binner, Christian Magerl und Michael Schweiger waren alle sehr sehr zufrieden. Es gab nur 5 Wochen Zeit um die Einwendungen zu sammeln, das Ergebnis ist sensationell.

Das Ziel waren 10.000, der geheime Traum von Hartmut Binner 20.000 – auch dieser Traum wurde Wahrheit, zur großen Freude der Unterstützer.

„Mit dieser Zahl liegen wir sogar über dem Transrapid“, jubelte Christian Magerl – tatsächlich ein beeindruckendes Ergebnis.

Jetzt ist das Ziel ein neuer Erörterungstermin, bei so vielen Einwendungen hat die Regierung im Grunde keine andere Wahl.

Vielen, vielen Dank an alle Helfer und Unterstützer. Es hat Spaß gemacht und wir können alle sehr sehr stolz sein auf das Erreichte.

Ca. 20.000 Einwendungen wurden abgegeben – ein Riesenerfolg!

Nachfolgend eine Nachricht vom Sprecherrat aufgeMUCkt:

Erneut ca. 20.000 Einwendungen –wer hätte das geglaubt! Ein Riesenerfolg für uns alle!

Daher an dieser Stelle: Herzlichen Dank vom Sprecherrat an alle Bi`s und an jede Einzelne und jeden Einzelnen, der/die diesen Erfolg mit zu „verantworten“ hat.

Wir haben gezeigt, dass der Widerstand weiterhin ungebrochen ist – und die Chancen stehen besser als je zuvor, dass wir am Ende erfolgreich sein werden.

Nun müssen wir abwarten, wie die Regierung von Oberbayern mit den Einwendungen umgeht und ob es ein erneutes Anhörungsverfahren (diesmal hoffentlich in Freising oder Erding) gibt.

Dann werden wir erneut gemeinsam unser Wissen und unser Engagement einbringen und die Regierung und die Gutachter erneut zum Schwitzen bringen!

Auch die bi-attenkirchen gratuliert zu diesem Erfolg und bedankt sich bei allen UnterstützerInnen!

Auswirkungen der geplanten 3. Startbahn für den Landkreis Pfaffenhofen

Der Bund Naturschutz – Ortsgruppe Pfaffenhofen – führt eine Informationsveranstaltung durch:

„Auswirkungen der geplanten 3. Startbahn für den Landkreis Pfaffenhofen“

Mittwoch, 12. August 2009, 20:00 Uhr

Naturfreundeheim, Ziegelstr. 88, Pfaffenhofen/Ilm

Zu dieser Veranstaltung möchten wir Euch ganz herzlich einladen.

Es sprechen:

Günther Raschel, BI Buch am Erlbach (Landkreis Landshut)

Alfred Schreiber, VCD-Kreisvorsitzender Freising/Erding/Dachau

Der Flughafen München expandierte in den vergangenen Jahren sehr stark und plant den Bau einer 3. Start- und Landebahn.

Da die Beeinträchtigungen des Flugverkehrs und des Flughafenbetriebs nicht vor den Landkreisgrenzen Halt machen, wollen wir mit umfangreicher Information für Aufklärung sorgen. Es werden die derzeitigen Auswirkungen und auch die Folgen eines Flughafenausbaus aufgezeigt.

Der Flughafen soll das Passagieraufkommen von 34 Mio. auf 58 Mio. (2020) steigern. Dabei geht es in erster Linie nicht um die Belange Bayerns und Süddeutschlands, sondern der Flughafen München soll als „internationales Drehkreuz“ verstärkt Umsteiger aus halb Europa anlocken. Dies hätte jedoch massive negative Auswirkungen für die Anwohner. Aus Umweltgründen verbietet sich diese Ausweitung sowieso.

Welche Gebiete bereits jetzt betroffen sind, siehe: www.dfs.de > Flugverläufe (Deutsche Flugsicherung)

Weitere Informationen: www.vcd-bayern.de/freising

Regierung von Oberbayern ordnet neues Gutachten für Luftverkehrsprognose an

Gute Nachrichten für den nördlichen Landkreis. Zitiert aus dem Freisinger Tagblatt vom 14.11.2008 (Link).

Einen Teilerfolg errangen gestern Nachmittag im Erörterungsverfahren im Ballhausforum in Unterschleißheim die Gegner der dritten Start- und Landebahn für den Moos-Airport.

Auf Antrag von Rechtsanwalt Joachim Krauß entschied die Regierung von Oberbayern, dass ein neues Qualitätssicherungs-Gutachten zur Luftverkehrsprognose 2020 erstellt werden soll.

In der Begründung verwies Krauß auf die „völlig veralteten Zahlen“ in der bereits 2004 erstellten Luftverkehrsprognose. Nicht berücksichtigt sei die Entwicklung der Kerosinpreise. Der Emissionshandel, der das Fliegen teurer mache, die aktuelle Finanz- und Wirtschaftskrise und der Wegfall des Transrapids, der in dem ersten Gutachten noch eine Rolle gespielt habe, seien weitere Faktoren. „Das muss berücksichtigt werden. Die Realität hat sich gravierend geändert“, so Krauß. Die TU Hamburg soll nun beauftragt werden, das Gutachten zu erstellen.

Den Schlagabtausch der Experten eröffnete am Vormittag Dieter Faulenbach da Costa, der von der Schutzgemeinschaft Erding-Nord, Freising und Umgebung beauftragte Gutachter. Er führte an, dass die planbaren Kapazitäten des Flughafens nicht ermittelt worden seien. „Es wird nur mit dem dringenden Ausbaubedarf argumentiert“, so der Experte. Wenn Verspätungen bis zu 15 Minuten statt der in den Gutachten erwähnten vier Minuten zugelassen würden, könnte die Kapazität der vorhandenen zwei Bahnen erhöht werden.

Walter Vill, Geschäftsführer der Flughafen München GmbH (FMG), erläuterte, dass bereits 20 Prozent der Flüge schon über 15 Minuten verspätet seien. „Das ist kritisch. Die Flüge müssen innerhalb eines bestimmten Zeitraums abgewickelt sein. Das System auf beliebige Verspätungen auszulegen wäre eine Fehlplanung“, so Vill.

In diesem Fall sei das Risiko für die Fluggesellschaften nicht mehr kalkulierbar, Verspätungen seien teuer und das ganze System sei dadurch nachhaltig gestört.

Der frühere Chef der Deutschen Flugsicherung, Dieter Flatau, sprach für die Startb ahngegner. Er nannte die dritte Bahn einen zu hohen Preis für nur 30 Flüge pro Stunde mehr. Mit 4000 Metern sei sie unnötig lang. Großflugzeuge könnten auf den vorhandenen Bahnen landen. Eine 2500 Meter lange Bahn sei ausreichend. „Die geplante Nordbahn ist das Unsinnigste, was angelegt werden kann. Das bedeutet im ungünstigen Fall 20 Minuten Rollzeit bis zum Start. Die Bahn müsste sinnvoll im Süden gebaut werden, weil der meiste Flugverkehr aus dieser Richtung komm“, so Flatau.

Der Landtagsabgeordnete Christian Magerl (Grüne), der als Zuhörer vor Ort war, hält die Argumentation für gefährlich: „Unser Ziel muss es sein, die Planung der FMG zu Fall zu bringen. Von einer Südbahn wären Schwaig, Reisen und Langengeisling betroffen. Das kann es nicht sein.“

5% weniger Flugbewegungen im Winterplan 2008

Laut Freisinger Tagblatt vom 22. Oktober 2008 wird im neuen Winter-Flugplan jeder 20. Flug gestrichen. Konkret für die Flughafenregion heißt das 5% weniger Flugbewegungen. Der Abwärtstrend hat sich also beschleunigt.

Am 21. Oktober hat das Tagblatt folgende Tabelle veröffentlicht mit einem Vergleich der Planzahlen für den neuen Winterflugplan.


Starts/Landungen Fluggesellschaften Zielen Zielländer
Winter 2007 173.000 91 196 67
Winter 2008 164.000 84 203 65


Die FMG sieht aber weiterhin keinen Anlass für Prognose- anpassungen. Die Standardaussagen sind:

  • In den 80er und 90er Jahre sowie nach dem 11. September hatten wir auch Rezessionen und trotzdem ist der Flugverkehr stets stark gewachsen.
  • In den letzten drei Jahren wuchs der Flughafen jedes Jahr um 9%, der Plan sieht aber 4,5% vor, also ist noch genug auf dem „Haben-Konto“.

Nun ja, wir werden sehen und halten Sie hier auf dem Laufenden.

Flugbewegungen am Münchner Flughafen gehen zurück

Lt. Freisinger Tagblatt vom 30. September, gehen die Flugbewegungen am Flughafen stetig zurück. Der erste Bericht vom Rückgang war im April 2008. Im Juli 2008 gingen sie abermals um 1,5 Prozent gegenüber Vorjahr zurück und im August 2008 sogar um 2,8 Prozent.

Dazu kommt das EU-Gesetz wegen Werbung mit „nur Flugpreis“. Dies wurde verboten. D.h. demnächst müssen alle Flugpreise inklusive alle Nebenkosten beworben werden. Der Eindruck, fliegen ist „Günstig“ wird damit ein Einde gesetzt.

Weniger Flugbewegungen und höhere Ticketpreise sind für das Umland eine erfreuliche Entwicklung.

Emissionshandel bedroht Münchner Drehkreuz

Laut einem Artikel im Freisinger Tagblatt am 30. September 2008 schreibt die Lufthansa in ihrem „Politikbrief“, dass durch die bevorstehenden Emissionshandel „massive Einbüßen“ am Drehkreuz München befürchtet werden. Große Drehkreuze wie München und Frankfurt leben vom interkontinentalen Umsteigeverkehr. Es wird erwartet das Reisenden massiv auf die Golfstaten umgelenkt werden, wo Tickets nicht mit diesen Extraausgaben belastet sind.

Dieser Faktor wurde in der Prognose für das Planfeststellungsverfahren gar nicht berücksichtigt, ebensowenig wie der dreifach gestiegene Ölpreis. MdL Christian Magerl (Grüne) hat jetzt ein neues Argument. Landrat Michael Schweiger hat Ministerpräsident Günther Beckstein die Lufthansa-Prognose zukommen lassen.