Lufthansa stärkt Kreuz Düsseldorf und verkauft BMI Heathrow-Slots an BA

Lufthansa stärkt das Drehkreuz Düsseldorf und die BMI (LH Tochter) verkauft wertvolle Slots an British Airways.

Vor vier Jahren hat Lufthansa beschlossen Düsseldorf als Drehkreuz auszubauen. Sicher auch, weil es im Raum Düsseldorf mehr lokaler Flugbedarf gibt als in München. Für Sommer sind zwei Asienziele geplant (Delhi + Tokyo) – vielleicht auch mehr. Die Veränderungen in München sehen sehr mau aus. Beispiel Winterflugplan 2011 vs. Winterflugplan 2010, nur 2 zusätzliche Flüge – vielleicht sind diese auch schon dem Rotstift zum Opfer gefallen. Mehr dazu, sobald Informationen zum (finalen) Winterflugplan der Lufthansa vorliegen.

Quelle: Rheinische Post

Heute gab Lufthansa den Verkauf begehrte Slots am Flughafen Heathrow bekannt die die BMI besaß. Ca. 10% der Slots hat BMI besessen. Wie es jetzt weitergeht werden wir sehen, aber ohne Slots lässt es sich schlecht fliegen und wachsen. BMI steckt schon seit 2009 in tief rote Zahlen.

Quelle: FinanzNachrichten.de

Lufthansa gab ja auch bekannt die Kapazitäten von +6% (Winter 2011 zu Winter 2010) auf +4% gesenkt. Das sind aber angebotene Sitzplätze. Zieht man das Wachstum der Sitzplätze pro Flugzeug ab, dürften kaum mehr Bewegungen drin sein wie im Winter 2010.

Die Deutsche Lufthansa will angesichts des drohenden Konjunkturabschwungs die Zahl der Flüge deutlich reduzieren. „Wir nehmen einen Teil der zusätzlich vorgesehenen Kapazität aus der Planung, indem wir Frequenzen reduzieren, einzelne Verbindungen streichen, kleinere Flugzeuge einsetzen“, sagte Lufthansa-Vorstand Carsten Spohr im Interview der Süddeutschen Zeitung. Er fügte an: “ Man muss solche Entscheidungen früh treffen, anstatt mit leeren Flugzeugen in der Krise hinterher zu fliegen.“

Dabei hatte die LH übrigens schon im Sommer ihre Kapazitätsplanungen zurückgefahren. Siehe Halbjahresbericht Bericht der Lufthansa, Seite 13.

Man beachte die Reihenfolge:
1. Frequenzen reduzieren
2. Verbindungen streichen
3. Kleinere Maschinen

Ich gehe mal davon aus, dass hier vom wichtigsten zum unwichtigsten Punkt aufgelistet ist.

Insgesamt erscheinen mir die Meldungen von Lufthansa im Moment sehr widersprüchlich. Fakt ist, nach Aufbau in München hört sich das nicht an, und eine 3. Bahn für die enorm zunehmende Flugbewegungen sehe ich auf absehbare Zeit nicht (die Intraplan Bedarfsprognosen für die 3. Bahn weichen jetzt schon erheblich von der Realität ab).

Air Berlin verkleinert Flotte um 10,6% – Lufthansa schlechter August, kürzt Prognose für 2011

Mehdorn will Air-Berlin-Flotte deutlich verkleinern. Er will 200 Millionen Euro einsparen und die Flotte von 170 auf 152 Flugzeuge reduzieren: Air-Berlin-Chef Hartmut Mehdorn macht Ernst mit seinem Sparkurs. Eine Prognose, ob das schon reicht, wagt der Ex-Bahn-Chef aber nicht.

Der neue Air Berlin-Chef Hartmut Mehdorn treibt die Sanierung von Deutschlands zweitgrößter Fluggesellschaft voran. Bis Sommer 2012 will er die Flotte von derzeit 170 Flugzeugen auf 152 im Sommer 2012 reduzieren, kündigte Air Berlin an. Die Flugleistung soll dagegen nur um vier Prozent sinken; wodurch eine Produktivitätssteigerung pro Flugzeug erreicht werde.

Mit diesen Maßnahmen will der einstige Bahn-Chef Mehdorn, der seit Mitte August die Airline führt, das operative Ergebnis um insgesamt 200 Millionen Euro verbessern. Eine genaue Prognose für den weiteren Verlauf des Jahres 2011 sei vor dem Hintergrund der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung schwierig zu treffen, hieß es.

Der Konkurrent Lufthansa hatte zuvor seine Gewinnprognose für 2011 kassiert und dies mit der schwachen Passagierentwicklung im August und den eingetrübten Wirtschaftsaussichten begründet.

Mit den Sparmaßnahmen hatte bereits Mehdorns Vorgänger Joachim Hunold begonnen. Im zweiten Quartal war der Verlust von 28 Millionen Euro auf 32 Millionen gestiegen.

Quelle: Spiegel-Online

Verfehlte Erwartungen: Lufthansa und Air France legen schwache Zahlen vor

Und gleich gehts weiter, Lufthansa und Air France/KLM legen die Zahlen für das erste Halbjahr vor. Aus der ftd.de von heute:

Die deutsche Fluglinie schafft es nur knapp in die schwarzen Zahlen, die französisch-niederländische Airline weitet gar ihren Verlust aus. Die Analysten zeigen sich enttäuscht.

Die Unruhen in Nordafrika und das Erdbeben in Japan haben die Lufthansa und Air France-KLM deutlich härter erfasst als erwartet. Europas größte Fluglinie hat im zweiten Quartal operativ nur 230 Mio. Euro verdient – und die Erwartungen damit deutlich verfehlt. Einer Umfrage der Nachrichtenagentur Dow Jones zufolge hatten Analysten im Schnitt mit 318 Mio. Euro gerechnet. Auch der kleinere Wettbewerber aus Paris enttäuschte: Anstatt des erwarteten Gewinns weitete Air France-KLM den Verlust sogar leicht auf 145 Mio. Euro aus. Da die Zahlen nach Börsenschluss veröffentlicht wurden, blieb eine Aktienreaktion zunächst aus.

Die Ergebnisse verdeutlichen, wie sehr die ohnehin margenschwache Branche von externen Faktoren beeinflusst wird. Zwar konnten beide Unternehmen vom Aufschwung profitieren und den Umsatz in den vergangenen Monaten steigern. Im Frühjahr wirbelten jedoch zunächst die Unruhen in beliebten Reiseländern wie Ägypten und Tunesien ihre Flugpläne durcheinander: Viele Touristen verzichteten auf eine Flugreise. Nach der Katastrophe in Japan sagten dann auch noch viele Geschäftsreisende ihre Besuche in die Region ab.

Zeitgleich ist Treibstoff wieder deutlich teurer geworden – wodurch sich bei Air France-KLM die Kerosinrechnung um insgesamt 16 Prozent auf 1,67 Mrd. Euro erhöhte. Wie viel die Lufthansa für Treibstoff ausgeben musste, und wie stark sich welcher Effekt ausgewirkt hat, präsentiert Finanzvorstand Stephan Gemkow am Donnerstag.

Mittwochabend veröffentlichte der Konzern nur die wichtigsten Zahlen in einer Ad-hoc-Mitteilung. Bekannt ist daher bereits, dass der Marktführer im ersten halben Jahr nur knapp einen kleinen Gewinn, von 3 Mio. Euro, schaffte. Unter dem Strich stand mit minus 206 Mio. Euro ein fast doppelt so hoher Verlust wie vor einem Jahr. Allerdings wirken sich hier neue Bilanzierungsvorschriften aus, die dazu führen, dass Sicherungsgeschäfte von Treibstoff belastend verbucht werden.

Trotz des schwierigen Umfelds halten die Unternehmen an ihren Prognosen fest. Allerdings haben sich beide wenig ehrgeizige Ziele gesteckt. Air France-KLM strebt ein positives operatives Ergebnis an. Die Lufthansa will den Umsatz und das Betriebsergebnis lediglich steigern.

Quelle: ftd.de

Woher wollen die Fluggesellschaften nun das Wachstum in München von 34 Millionen Passagieren auf ca. 70 Millionen herschaffen? Dabei ist die Lufthansa ja noch recht ordentlich unterwegs verglichen mit den anderen Gesellschaften. Aber mit „nur“ 3 Millionen Gewinn in 6 Monate bewegt sich die LH schon jetzt auf sehr dünnes Eis.

Eine dritte Bahn wird mit solchen Zahlen sehr sicher nicht benötigt. Die Prognosen aus 2007 sind mittlerweile völlig Realitätsfremd!

Handelsblatt: Lufthansa steigert sich im ersten Halbjahr

Zitiert aus Handelsblatt online.

Die Lufthansa hat im ersten Halbjahr dank starker Nachfrage deutlich zugelegt. Zusammen mit ihren Töchtern Swiss, Austrian Airlines (AUA), British Midland und Germanwings beförderte Europas größte Fluggesellschaft 50,2 Millionen Passagiere, 10,1 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie die Lufthansa am Montag in Frankfurt mitteilte. Die Auslastung sank allerdings um 1,9 Prozentpunkte, da nicht jedes zusätzlich angebotenes Ticket einen Käufer fand. Der Konzern hatte sein Angebot um 11,9 Prozent ausgeweitet.

Im Juni flogen 9,6 Millionen Menschen mit Konzern-Airlines, 3,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Mehr als 31 Millionen Reisende waren im ersten Halbjahr mit den Maschinen der Marke Lufthansa unterwegs, das war ein Plus von 14,8 Prozent. Den stärksten Zuwachs gab es bei Zielen in Europa. Einen kräftigen Zuwachs von 10,6 Prozent auf 7,8 Millionen Fluggäste verbuchte auch Swiss.

Die politischen Unruhen im Nahen Osten und Nordafrika belasteten dagegen Austrian Airlines und British Midland. Die Zahl der British-Midland-Passagiere sank im ersten Halbjahr um 6,6 Prozent auf 2,75 Millionen. Die österreichische Tochter AUA verbuchte ein leichtes Plus von 1,9 Prozent auf 5,1 Millionen Reisende in den ersten sechs Monaten und ein Minus von 1,2 Prozent im Juni. Germanwings beförderte im ersten Halbjahr rund 3,4 Millionen Fluggäste, zwei Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Im Frachtgeschäft zeigte die Entwicklung ebenfalls nach oben. Lufthansa Cargo kam im ersten Halbjahr auf 953.000 Tonnen Fracht, ein Plus von 14,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das wirtschaftliche Ergebnis für die ersten sechs Monate soll am 28. Juli veröffentlicht werden.

Interessant ist dass das Passagierwachstum der Konzern-Airlines um 3,9% wuchs. Die Pläne der 3. Bahn gehen allerdings von über 4% Wachstum bei den Flugbewegungen aus, nicht Passagierzahlen!

Alle Konzern-Airlines haben ein Minus verbucht (einige sind davon Low-Cost). Am stärksten war das Wachstum der Swiss – warum wäre mal interessant zu wissen.

Wie hat der Flughafen München im 1. Halbjahr abgeschnitten? Wie viele Passagieren, von der 31 Mio., wurden über MUC abgewickelt und wie sind die Wachstumszahlen verglichen mit 2010? Wer die Infos hat bitte hier kommentieren.

 

Quelle: Handelsblatt.de

Atmosfair Airline Index – CO² Ausstoß pro Passagier

In der Süddeutsche erschien ein Artikel über die neue Liste. Demnach ist das Ranking von Lufthansa gar nicht so gut wie die PR-Abteilung der LH versucht zu vermitteln.

Aus diesem Grund hat LH auch die neue Bestuhlung eingeführt mit sehr schmale Rückenlehnen. Ziel: mehr Passagieren pro Maschine. Ergebnis ist auch das weniger Maschinen benötigt werden. Und diese (neben andere) Entwicklung stellt die Prognose der 3. Startbahn völlig in Frage.

Quelle: Süddeutsche.de

Flugsteuer: Air Berlin spart und kürzt die Flotte

Zitat aus ein Artikel auf Spiegel-Online:

Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft erwartet durch die Steuer, die für Flüge ab dem Jahreswechsel gilt, einen negativen Effekt von 160 bis 170 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Daher werde die Fluglinie ihre Kapazitäten im Sommer um fünf Prozent zurückschrauben und die Flotte um sieben Maschinen verringern.

5% weniger Kapazität wirkt sich auf die Anzahl Starts und Landungen aus. Ryanair hatte bereits angekündigt Flüge zu streichen.

Weiter wird geschrieben:

Auch die Lufthansa hatte angekündigt, dass die Abgabe nicht eins zu eins auf die Ticketpreise aufgeschlagen werden kann. Dafür sei der Wettbewerb zu hart, hieß es in Frankfurt.

Auch hier sind also Kapazitätsverringerungen zu erwarten.

Im Bezug auf dem Planfeststellungsverfahren muss dringend das Gutachten überprüft werden. Die Faktoren der Flugsteuer sowie die CO² Steuer sind eindeutig nicht ausreichend in den Wachstumsraten berücksichtigt.

Quelle: Spiegel-Online

Lufthansa und Berlin Brandenburg International

Interessanter Artikel in der Berliner Morgenpost über das Richtfest des BBI. Siehe bitte den Abschnitt „LH baut Hangar am BBI„.

„Der Lufthansa-Chef hatte in der Vergangenheit, zuletzt im Januar, die Einrichtung von Langstreckenverbindungen in Berlin vorerst ausgeschlossen, weil es nicht genug Passagieraufkommen in der Region gebe.“

Im Gegensatz zu München hat Berlin Brandenburg International sehr deutlich das Hub-Konzept in den Zielsetzungen verankert. BBI möchte das Tor zum Osten werden. Z.B. Flüge nach China sind von Berlin ca. eine Stunde kürzer als von Frankfurt/Main.

Also, wenn Berlin mit 3,4Mio Einwohner, Regierungssitz, usw. kein ausreichendes Passagieraufkommen bietet für Langstreckenflüge was macht LH dann in München mit 1,3Mio. Einwohner? München bietet derzeit Langstreckenflüge zu 45 Destinationen an.

Lufthansa schließt Drehkreuze Frankfurt und München

Ein sehr lustiger Spaßartikel im spiegel.de möchte ich euch nicht vorenthalten. Es geht um die Umstrukturierung der Lufthansa, wobei natürlich auch die Drehkreuze Frankfurt und München geslossen werden – die LH weicht auf Militärflughäfen aus.

Tolle Nachricht, damit ist wohl auch die 3. Bahn erledigt. Aus dem Flughafen könnte man dann eine Partyzone machen oder ein Zoo.

Link

Lufthansa streicht im Winter 1000 Flüge

Eine aufmunterende Nachricht im Spiegel.de.

Europas Airlines leiden weiter unter Passagierschwund. Die Lufthansa wird daher die Zahl ihrer Flüge im kommenden Winterflugplan verringern. Betroffen sind vor allem Inlands- und Europaverbindungen.

Link zum Artikel.

Mit 4. Bahn in Frankfurt sowie die momentane wirtschaftliche Entwicklungen sind ausreichende Kapazitäten vorhanden. Eine 3. Bahn wird in München nicht benötigt.

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