Podiumsdiskussion Pfaffenhofen am 18.11.2009

Am 18.11 fand eine Podiumsdiskussion der BI-Pfaffenhofen zum Thema 3. Startbahn statt. Den Bericht ist in der Donaukurier zu lesen (link).

Ich darf hierzu eine Email von Herbert Patig, sprecher der BI-Pfaffenhofen zitieren:

Ferner kann ich Ihnen von einem aus meiner Sicht recht positiven Verlauf der Podiumsdiskussin am 18.11.09 berichten. Es waren ca. 80 Interessenten anwesend. Das Hauptergebnis ist für mich, dass unser Bürgermeister, Herr Herker, nach der Veranstaltung mir gegenüber erklärte, dass er nun eher gegen die 3. Startbahn eingestellt ist, da die wirtschaftlichen Auswirkungen für die Stadt wohl eher gering seien. Außerdem wird es zu Lärmmessungen kommen, da wohl sehr viele Flugzeuge ausgerechnet über das Schulzentrum fliegen. Die Ergebnisse werdeen vermutlich zwar unter den Grenzwerten liegen, aber es zeigt doch, dass die Lärmbelästigung über Pfaffenhofen und Umgebung nicht mehr geleugnet wird.

Ferner können Sie eine Reportage im INTV unter www.intv.de im Internet abrufen (unter “Nachrichten des Tages”; “aktuelle teleschau-beiträge; falls dort nicht mehr dann unter “Nachrichten”; “teleschau Archiv). Weiter möchte ich noch auf den Bericht von Report Mainz unter www.swr.de/report (auf der rechten Leiste nach unten zu “Beiträge extra lang”/erfolgreiche Lobbyarbeit (XL Version); Dauer 11:25 Min.) hinweisen, in dem auch über den Besuch von Aufgemuckt beim Ministerpräsidenten berichtet wird.

Mitgliedschaft bei aufgeMUCkt

Seit kurzem ist die bi-attenkirchen als offizielles Mitglied bei aufgeMUCkt aufgenommen worden. Wir freuen uns sehr und bedanken uns für die freundliche Aufnahme. Damit wächst die gebündelte Präsenz der Region im Kampf gegen die 3. Startbahn.

aufgeMUCkt hat eine eigene Internetseite unter www.keine-startbahn3.de. Einfach mal reinschauen, denn da gibt es viele interessante Informationen, ein Terminkalender und vieles mehr.

Disussion um Nachtflugregelung

Der Münchner Merkur veröffentlicht heute ein Artikel über die geplante Änderungen des Nachtflugverbots in Gesamtdeutschland.

Nach Wille der CDU/FDP soll es zwischen 22 und 6 Uhr gar keine Einschränkungen mehr geben. Die FMG hat aber schon zur Kenntnis gegeben, dass es keine Ausweitung der Nachtfüge braucht (Anm.: München hat nur ein sehr geringer Anteil Frachtflüge, anders als Frankfurt/Main).

Aus Münchner Merkur:

Zur Sicherung des Luftverkehrsstandorts Deutschland wollen wir (…) international wettbewerbsfähige Betriebszeiten ermöglichen“, steht in einem fünfseitigen Papier, das die Arbeitsgruppe Wirtschaft im Rahmen der Berliner Koalitionsvereinbarungen erarbeitet hat (wir berichteten). Zwar hatte der CSU-

Bundestagsabgeordnete Andreas Scheuer mit dem Verweis auf einen weiteren Passus in dem Papier, wonach die Bedürfnisse der Flughafenanwohner berücksichtigt würden, Entwarnung für den Airport im Erdinger Moos signalisiert….  -> Weiterlesen…

Übersicht der BIs um den Flughafen

Alfred Schreiber (VCD) hat mir eine aktuelle Übersichtskarte der BIs im Landkreis geschickt. Attenkirchen ist jetzt auch enthalten und der Norden füllt sich so langsam. Es ist gerade bez. Attenkirchen verwunderlich, dass es hier bis jetzt noch keine BI gab denn wir werden bei Ost-Abflug ordentlich “belstigt”. Aber glücklicherweise ist das Schnee von gestern.


Karte der BIs

Karte der BIs

Aktualisiert: 19. Oktober 2009

Regierung von Oberbayern ordnet neues Gutachten für Luftverkehrsprognose an

Gute Nachrichten für den nördlichen Landkreis. Zitiert aus dem Freisinger Tagblatt vom 14.11.2008 (Link).

Einen Teilerfolg errangen gestern Nachmittag im Erörterungsverfahren im Ballhausforum in Unterschleißheim die Gegner der dritten Start- und Landebahn für den Moos-Airport.

Auf Antrag von Rechtsanwalt Joachim Krauß entschied die Regierung von Oberbayern, dass ein neues Qualitätssicherungs-Gutachten zur Luftverkehrsprognose 2020 erstellt werden soll.

In der Begründung verwies Krauß auf die „völlig veralteten Zahlen“ in der bereits 2004 erstellten Luftverkehrsprognose. Nicht berücksichtigt sei die Entwicklung der Kerosinpreise. Der Emissionshandel, der das Fliegen teurer mache, die aktuelle Finanz- und Wirtschaftskrise und der Wegfall des Transrapids, der in dem ersten Gutachten noch eine Rolle gespielt habe, seien weitere Faktoren. „Das muss berücksichtigt werden. Die Realität hat sich gravierend geändert“, so Krauß. Die TU Hamburg soll nun beauftragt werden, das Gutachten zu erstellen.

Den Schlagabtausch der Experten eröffnete am Vormittag Dieter Faulenbach da Costa, der von der Schutzgemeinschaft Erding-Nord, Freising und Umgebung beauftragte Gutachter. Er führte an, dass die planbaren Kapazitäten des Flughafens nicht ermittelt worden seien. „Es wird nur mit dem dringenden Ausbaubedarf argumentiert“, so der Experte. Wenn Verspätungen bis zu 15 Minuten statt der in den Gutachten erwähnten vier Minuten zugelassen würden, könnte die Kapazität der vorhandenen zwei Bahnen erhöht werden.

Walter Vill, Geschäftsführer der Flughafen München GmbH (FMG), erläuterte, dass bereits 20 Prozent der Flüge schon über 15 Minuten verspätet seien. „Das ist kritisch. Die Flüge müssen innerhalb eines bestimmten Zeitraums abgewickelt sein. Das System auf beliebige Verspätungen auszulegen wäre eine Fehlplanung“, so Vill.

In diesem Fall sei das Risiko für die Fluggesellschaften nicht mehr kalkulierbar, Verspätungen seien teuer und das ganze System sei dadurch nachhaltig gestört.

Der frühere Chef der Deutschen Flugsicherung, Dieter Flatau, sprach für die Startb ahngegner. Er nannte die dritte Bahn einen zu hohen Preis für nur 30 Flüge pro Stunde mehr. Mit 4000 Metern sei sie unnötig lang. Großflugzeuge könnten auf den vorhandenen Bahnen landen. Eine 2500 Meter lange Bahn sei ausreichend. „Die geplante Nordbahn ist das Unsinnigste, was angelegt werden kann. Das bedeutet im ungünstigen Fall 20 Minuten Rollzeit bis zum Start. Die Bahn müsste sinnvoll im Süden gebaut werden, weil der meiste Flugverkehr aus dieser Richtung komm“, so Flatau.

Der Landtagsabgeordnete Christian Magerl (Grüne), der als Zuhörer vor Ort war, hält die Argumentation für gefährlich: „Unser Ziel muss es sein, die Planung der FMG zu Fall zu bringen. Von einer Südbahn wären Schwaig, Reisen und Langengeisling betroffen. Das kann es nicht sein.“

Geplante Abflugrouten 3. Bahn

In Gesprächen ist mir klar geworden, dass sehr viele Personen gar nicht wissen wie die An- und Abflugrouten der 3. Startbahn aussehen werden falls die 3. Bahn gebaut wird.

Ich habe mal aus zwei Dateien, die mir Christian Magerl (Grüne) zugeschickt hat, eine Grafik gemacht. Die Plandaten kommen von der DFS (Deutsche Flugsicherung). Jetzt ist der Unterschied von heute zu morgen zu sehen. Leider waren die beiden Bilder nicht gleicher Größe und das neue Bild nicht ganz so toll.

Klar ersichtlich ist allerdings, dass die bestehende Gebiete erheblich mehr überflogen werden und dazu auch ganz neue Gebiete in den Genuss des Fluglärms kommen werden. Dies ist für den Norden eine nicht hinnehmbare Lärm- und Emissionsbelastung.

Klick auf Bild zeigt die volle Größe. Die orangene Pfeile zeigen die von der DFS neu geplannte Routen für die 3. Bahn. Die 3. Bahn habe ich als orangene Linie aufgezeichnet.

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