Zweifel an der dritten Startbahn – Seehofer könnte bald schon vom Flughafen-Ausbau abrücken

In den letzten Tagen gab es verschiedene Gesprächsrunden mit Horst Seehofer. Die Gespräche sind allesamt seht gut verlaufen, und der MP hat sich alle Argumente angehört. Offenbar war er beeindruckt von den präsentierten Daten.

Natürlich hatten auch die FMG und die Lufthansa ein Gespräch, was aber wohl nicht so gut gelaufen ist. Der MP war wohl ziemlich angesäuert. Die Argumente warum eine 3. Bahn benötigt werden, waren nicht sehr überzeugend. Der MP hat aufgefordert, bis Ende Oktober nachzubessern.

Gerade eben erschien dieser Artikel: http://www.sueddeutsche.de/muenchen/flughafen-muenchen-zweifel-an-der-dritten-startbahn-1.2674075

Die CSU ist sich wohl gar nicht mehr so sicher, die vorgelegte Argumente scheinen angekommen zu sein.

Unabhängig davon, blockiert das Bürgerbegehren in München immer noch ein Gesellschafterbeschluss zum Bau der Bahn. Dieser Stadtratsbeschluss kann erst durch ein neues Bürgerbegehren oder Stadtratsbeschluss aufgehoben werden. Danach sieht es im Moment nicht aus.

SAT.1 Umfrage zur 3. Startbahn – Bau abgelehnt!

Wie auch heute in den Zeitungen zu lesen ist, lehnt eine große Mehrheit der Bürger in Bayern die 3. Bahn ab. Interessant ist, dass die Ablehnungsquote aus der Region München gestiegen ist und mittlerweile bei 63% liegt.

  • Bürgerentscheid München (Juni 2012): 54,3% dagegen, 45,7% dafür, Differenz 8,6%

Umfrage 2015:

  • Bayern: 52% dagegen, 34% dafür, Differenz 18%
  • Region München: 63% dagegen, 23% dafür, Differenz 40% (!!!)

Dazwischen lagen 3 Jahre, in denen FMG und Politik nichts unversucht gelassen haben, die Bürger „aufzuklären“ und den Flughafen in schönem Glanz erstrahlen zu lassen. Mit viel Aufwand und Geld ( siehe z.B. neues Logo / Firmenauftritt FMG, IHK Studie, Gewinnausschüttung FMG,  …)

Was also genau will Hermann mit seiner Forderung nach „mehr Aufklärungsarbeit“ seitens des Flughafens bewirken? Dass die Ablehnungsquote irgendwann 100% erreicht?

 

Quelle: https://www.sat1bayern.de/news/20150723/waehlercheck-csu-stabil-mehrheit-gegen-dritte-startbahn/

 

Knappes Nein gegen Startbahnpetition

Landkreis – „Es gibt ein Umdenken: So reagierte MdL Benno Zierer (FW) auf die Abstimmung des Landtags über die Petition gegen den Bau der dritten Startbahn.

Die Petition wurde zwar abgelehnt, aber doch mit einem relativ knappen Abstimmungsergebnis: 88:71 Abgeordnete (eine Enthaltung) stimmten gegen die Berücksichtigung der 82 000 Unterschriften gegen den Ausbau des Flughafens.

„In der CSU-Fraktion ist die Phalanx der Startbahn-Unterstützer aufgebrochen worden“, sagte Attachings BI-Chef Franz Spitzenberger. Immerhin hätten vier Unions-Mandatare (der Freisinger Florian Herrmann, Ulrike Scharf aus Erding sowie Bernhard Seidenaht und Anton Kreitmair aus Dachau) für die Petition gestimmt: „Das ist ein Signal für die Zukunft.“ Denn nach wie vor gelte: „Der Bedarf für eine dritte Bahn ist nicht da. Die Intraplan-Prognose ist so was von daneben. Darauf muss immer wieder hingewiesen werden.“

Ins selbe Horn stößt Petitionsführer Hartmut Binner aus Freising: „Wir werden auch künftig alles dafür tun, um das Thema präsent zu halten“, kommentierte er: „Auch wenn es noch nicht geklappt hat. Irgendwann werden wir es schaffen, die komplette Betonwand der CSU-Abgeordneten zu knacken“, meinte er. Deswegen sei es als „Achtungserfolg“ anzusehen, dass vier der Unions-Mandatsträger für die Petition gestimmt haben. Binner: „Wir werden nicht locker lassen und die Abgeordneten weiterhin bearbeiten.“

Quelle: Merkur-Online.de

Studie: Kinder-Entwicklung leidet unter Fluglärm

Welche Auswirkungen hat Fluglärm auf die Entwicklung von Schülern? Um diese Frage zu beantworten, haben Wissenschaftler 1.243 Kinder an 29 Grundschulen im Rhein-Main-Gebiet beobachtet, Schallpegel für 900.000 Gebäudeadressen berechnet, Eltern und Lehrer Fragebögen ausfüllen lassen. NORAH ist die nach Angaben der Forscher umfangreichste Lärmstudie, die es mit Kindern weltweit je gegeben hat.

Die Ergebnisse stimmen nachdenklich. Weitere Infos: http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/index.jsp?rubrik=71831&key=standard_document_53463531

 

Hinweis: Infoveranstaltung am 19.2 wegen Urteilsverkündung VGH

Informationsveranstaltung am Mittwoch, 19. Februar 2014.

Wann: 20:00 Uhr

Wo: Freisinger Gaststätte „Grüner Hof“, Erdinger Str. 42, Freising

Landtagsabgeordneter Dr. Christian Magerl (Grüne/Bündnis 90) informiert über das Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs (VGH) zu den Klagen gegen den Planfeststellungsbeschluss für die 3. Start- und Landebahn am Flughafen München.

Der VGH hat sein Urteil für den 19. Februar, 10 Uhr, angekündigt. Christian Magerl informiert am Abend über die Konsequenzen, den aktuellen Stand der Entwicklung am Flughafen und der Planungen sowie das weitere Vorgehen. Bei einem positiven Urteil wird dem Anlass entsprechend gefeiert.

BER: Erfolgreiches Volksbegehren zu Nachflugverbot

Berlin – Das Volksbegehren für ein umfassendes Nachtflugverbot am künftigen Berliner Hauptstadtflughafen hat die erforderliche Stimmenzahl erreicht. Innerhalb von sechs Monaten seien 106.332 gültige Unterschriften gesammelt worden, sagte Landeswahlleiter Bruno Küpper. Damit ist erstmals ein Volksbegehren in Brandenburg erfolgreich verlaufen. Bei 80.000 gültigen Unterschriften muss sich der Landtag mit dem Anliegen befassen.

Somit hat erstmals ein Volksbegehren in Brandenburg die nötige Unterstützung erhalten, so dass sich der Potsdamer Landtag erneut mit der Thematik befassen muss. Im Falle einer Ablehnung durch den Landtag wäre ein Volksentscheid denkbar. In Berlin war ein ähnliches Volksbegehren im September an der zu geringen Zahl an Unterschriften gescheitert.

Das Aktionsbündnis Berlin-Brandenburg fordert ein striktes Nachtflugverbot zwischen 22 und 6 Uhr. Nach jetzigem Stand soll ein Verbot zwischen Mitternacht und 5 Uhr gelten. Bereits im Vorfeld hatte der Sprecher des Aktionsbündnisses, Matthias Schubert, für den Fall eines Erfolgs gesagt: „Ministerpräsident Matthias Platzeck kommt dann nicht mehr an uns vorbei. Wenn er es dennoch macht, verliert er ein Stück weit seine politische Legitimation.“

Der SPD-Landtagsabgeordnete Sören Kosanke sagte, die Landespolitik müsse die Forderung der Bürgerinitiativen ernst nehmen und ein sinnvolles Angebot unterbreiten. „Entweder es gibt einen tragfähigen Kompromiss oder einen Volksentscheid“, sagte Kosanke. Dass die Bürgerinitiativen mobil machen können, hätten sie eindrucksvoll bewiesen.

Der FDP-Landtagsabgeordnete Hans-Peter Goetz ergänzte, es dürfe nicht ignoriert werden, was passiert sei. Mit dem Volksbegehren sei Geschichte für Brandenburg geschrieben worden. Es sei aber lediglich ein Etappensieg.

Erst vor wenigen Tagen war bekannt geworden, dass der Berliner Flughafen um eine Viertelmilliarde teuer werden könnte.

 

Quelle: spiegel.de

Landesentwicklungsplan Bayern: 3. Startbahn als Ziel anvisiert – bitte Einwendung schicken!

In der Fortschreibung des bayerischen Landesentwicklungsplans soll der Bau einer dritten Start- und Landebahn als Ziel verankert werden!

Sowohl die Kommunen als auch alle Bürger können zu dieser Fortschreibung Stellungnahmen abgeben. Wir rufen alle Startbahngegner auf, Stellungnahmen an das Bayerische Wirtschaftsministerium zu schreiben.

Zur Erleichterung gibt es eine Musterstellungnahme erstellt, die selbst noch ergänzt werden kann. WICHTIG: Die Einwendung muss bis zum 21.09.2012 beim Wirtschaftsministarium sein.

Der Bund Naturschutz hat eine Pressemitteilung erstellt, und veröffentlicht seine Stellungnahme an das Ministerium auf seiner Homepage.

Keine 3. Startbahn: Freising sagt danke und feiert am 15. Juli mit den Münchnern

Freising freut sich von Herzen über die Absage der Münchner Bürgerinnen und Bürger an eine Flughafenerweiterung um eine 3. Start- und Landebahn. Noch am Abend des Bürgerentscheids hatte Freisings OB Tobias Eschenbacher den Münchnern ein großes Fest versprochen – jetzt steht das Programm für Sonntag, 15. Juli, und der Freisinger Oberbürgermeister wendet sich erneut an die Nachbarn in der Landeshauptstadt:

„Liebe Münchnerinnen, liebe Münchner,

herzlichen Dank für Ihre klare Haltung gegen die 3. Startbahn am Flughafen München!

Ihre Bereitschaft, sich mit den enormen ökologischen wie ökonomischen Folgen dieses Großprojekts und den Konsequenzen für unsere Stadt auseinanderzusetzen, hat bei Ihrem Bürgerentscheid am 17. Juni zu einem klaren Veto gegen den Flughafenausbau geführt“, schreibt der OB. Und weiter: „Dafür sagen wir nicht nur ,danke, München!‘, wir laden Sie am Sonntag, 15. Juli,  von 11 bis gegen 22 Uhr sehr herzlich zu uns ein: Bei einem bunten Familienfest in Freising wollen wir unsere enorme Erleichterung mit Ihnen, unseren Nachbarn und Fürsprechern aus München, feiern. Wir wollen Ihnen Freising bei diesem München-Tag mit  Stadtführungen und Besichtigungen näher vorstellen, wir wollen aber vor allem Gelegenheit haben zu Gesprächen mit Ihnen, die Sie beim Bürgerentscheid unsere Münchner Stimmen waren (Anlage: Veranstaltungsflyer; Ausweichtermin bei Regen: 22. Juli 2012).

Mit der tatkräftigen Unterstützung unserer Freisinger Bürgerinitiativen haben wir in der Kürze der Zeit ein fröhliches Fest organisiert. Kommen Sie, feiern Sie mit uns – und sehen Sie uns nach, wenn wir nicht alles, was Freising bieten kann, in das Programm für einen Tag packen konnten: Sie sind immer willkommen, aber am 15. Juli verwandeln wir unseren Freisinger Marienplatz ausdrücklich in einen Biergarten zum geselligen Beisammensein mit Ihnen, unseren Nachbarn aus München.

Wir freuen uns auf Sie!

Ihr

Tobias Eschenbacher“

Freising lädt ganz München am 15. Juli ein

Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher (FSM) hatte es noch am Abend des 17. Juni verkündet: Man werde als Dankeschön die Bürger der Landeshauptstadt nach Freising einladen. In der Zwischenzeit ist das Projekt schon gediehen. Im Hauptausschuss am Montagabend gab der OB den Termin und den Stand der Planungen bekannt: Das Altstadtfest am Samstag, 14. Juli, wird (nach dem Rock-Open Air am Abend zuvor auf dem Marienplatz) um einen Tag verlängert.

Quelle: merkur-online.de

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