Aktueller Stand

Liebe Unterstützer gegen die 3. Bahn,

es ist nun schon eine ganze Weile her, dass es hier etwas zu lesen gab. Längerer Zeit gab es eben auch nichts zu berichten. Das Projekt „3. Bahn“ war auf Eis gelegt – die FMG wollte wohl abwarten bis das politische Umfeld günstiger war für das Projekt.

Glücklicherweise ist dies nicht eingetreten. Durch die Pandemie wird uns vor Auge geführt das ewige Wachstum auf Kosten der Menschen und der Umwelt im Grunde totaler Blödsinn ist. Und auf Dauer auch nicht funktionieren kann. Ein Glas kann auch nicht voller als bis zum Rand gefüllt werden.

Nun haben wir diese Pandemie und der Flugverkehr ist bis auf ein paar Prozent zusammengefallen. Statt Staatshilfen will Lufthansa jetzt eine Insolvenz in Eigenverwaltung, nur damit der Staat keine 25 % und zwei Sitze im Aufsichtsrat bekommt (naja, man darf ja für 9 Milliarden auch was verlangen, oder?). Viel wichtiger hier, die LH kann sich Pensionsansprüche elegant „entledigen“. Hier geht immer noch um Gewinn (Bonis für den Vorstand, Dividend an Aktionäre, etc.) vor den Mitarbeiter, und das kann nicht sein. Subventionen werden gerne genommen, aber wenn es um Gegenleistung geht, ist man nicht interessiert. Merkel hat auch gesagt, Staatshilfe nur für die Firmen die Nachhaltig tätig sind und in Zukunftstechnologie investieren – die Luftfahrt gehört nicht dazu.

Zum Thema BER: ab Ende Oktober wird sie eröffnet. Dadurch das in Tegel und Schönefeld statt 100.000 Passagiere täglich nur noch 1.000 abgefertigt werden, wird überlegt Tegel zu schließen. Das würde dem Steuerzahler ca. 200.000 € pro Tag sparen. Sobald BER eröffnet ist, wird in München sicher keine 3. Bahn benötigt.

In München wird das Terminal 1 geschlossen, damit spart man auch viel Geld. Alle Flüge werden von Terminal 2 abgefertigt. Es sind aktuell nur ca. 11 Abflüge und 15 Ankünfte pro Tag.

Bis wieder so geflogen wird wie vor der Pandemie, wird es noch dauern – falls es überhaupt wieder zu dem Level zurückkehren kann (hoffentlich nicht). Wie viele Luftfahrtgesellschaften und Flughäfen bis dann noch am Leben sind, werden wir sehen, vermutlich nicht viele.

Für mich persönlich ist das Projekt „3. Bahn“ komplett erledigt. Der Planfeststellungsbeschluss wird vermutlich seine Gültigkeit verlieren, bevor die Luftfahrt sich von dieser Pandemie erholt hat.

Bis dahin, bleibt alle gesund und bis bald!

CSU auf Wählerfang – „Kehrtwende bei der 3. Bahn?“ – nicht wirklich

Vollzieht die CSU eine echte Kehrtwende bei der 3. Bahn? Nein, denn immer noch wird am Baubeginn 2021 und Fertigstellung 2025 festgehalten.

Allerdings weiß die CSU, dass eine deutliche Mehrheit der Bayerischen Bevölkerung gegen ein Ausbau sind. Da allerdings die Wahlen anstehen und die 3. Bahn Stimmen „kostet“, schlingert die CSU a wegn Slalom.

Daher dürfen wir uns nicht von dieser Wahltaktik ablenken lassen – die CSU will weiterhin eine 3. Bahn und zwar bis 2025!!!!

Der Kampf geht weiter!

Quelle: merkur.de

Kein Wachstum der Bewegungen – keine 3. Bahn!

Die Zahlen von 2017 sind da und eine Prognose für 2018.

In den letzten Wochen wurden von Seehofer, Söder, etc. immer wieder „die geänderte Lage“ am Flughafen angesprochen. Das Wachstum wäre ja jetzt da und es muss gehandelt werden.

Wenn man sich allerdings die Zahlen anschaut, sieht das Bild etwas anders aus. Bei den Bewegungen tut sich nicht sehr viel, und scheinen sich so bei 400.000 einzupendeln. Kapazitäten sind bis 480.000 Bewegungen vorhanden (lt. FMG).

Obwohl ab März die Lufthansa insgesamt 5 A380 in München stationiert (die die alte A340er ersetzen), wird es kein signifikantes Wachstum der Flugbewegungen in 2018 geben (Aussage Kerkloh im Münchner Merkur).

Die IATA hat in einer Studie bekannt gegeben, dass das Wachstum der Passagiere in Deutschland von 2016-2036 insgesamt um die 1,4% betragen wird (inkl. Umsteiger, etc.). Dieses Wachstum wird locker durch die größere Flugzeuge aufgefangen und wird mit Sicherheit nicht in mehr Flugbewegungen resultieren!!!!

Interessanterweise hat die Deutsche Flugsicherung (DFS) bereits ähnliche Vorhersagen veröffentlicht.

Dieter Reiter (OB München) hat kürzlich bekanntgegeben, ohne weiteres Bürgerbegehren bleibt es bei einem Nein. Und er sieht nicht wie ein neues Bürgerbegehren mit den aktuellen Zahlen und Prognosen gewonnen werden kann (das sieht er also sehr realistisch ein!).

Zu dem Thema CO² und Feinstaub gehe ich an dieser Stelle mal gar nicht ein denn es ist jedem wohl glasklar, dass der Ausbau eines Flughafens (was die Bewegungskapazitäten betrifft) im Krasser Widerspruch steht zu den gesetzten Klimazielen der BRD.

Soweit zum Thema „dringender Bedarf“ und „wir sind am Ende mit den Kapazitäten“.

Es bleibt dabei, eine 3. Bahn wird hier nicht benötigt!

Entscheidung über dritte Piste in München kommt frühestens 2018

Nach der heutigen Aufsichtsratssitzung wird frühestens im kommenden Jahr über die 3. Bahn weiter entschieden, auch zum Thema Bürgerentscheid.

Das ist gut, denn die bisherige Wachstumszahlen werden sich nicht über mehrere Jahre halten können. Eine ähnliche Situation hatten wir ja 2007/2008, danach brachen die Bewegungszahlen massiv ein. Dies gilt es abzuwarten.

Den ganzen Artikel auf airliners.de ist hier zu lesen.

CSU-Umweltpolitiker lehnen dritte Startbahn deutlich ab

Der CSU-Umweltarbeitskreis wendet sich gegen eine dritte Startbahn am Münchner Flughafen. Statt dessen schlagen die CSU-Umweltpolitiker einen „Tandem-Betrieb“ mit dem Nürnberger und dem Memminger Airport vor

Die CSU-Politiker fordern in einem Schreiben an Ministerpräsident Horst Seehofer ein solches bayernweites Flughafenkonzept. Überhitzungserscheinungen um den Flughafen München würden gedämpft, für andere Landesteile entstünden jedoch wichtige Strukturimpulse, so der Vorsitzende des Arbeitskreises, der Herrieder Bundestagsabgeordnete Josef Göppel.

„Tandem-Lösung“ effizient

Die CSU-Umweltschützer argumentieren auch mit dem zusätzlichen Landverbrauch beim Bau einer dritten Startbahn. Sie entziehe der Natur insgesamt 900 Hektar Fläche. Davon würden 350 Hektar zubetoniert oder überbaut. Josef Göppel verlangt deshalb, „die Potenziale vorhandener Infrastrukturen optimal zu verknüpfen und damit volkswirtschaftlich effizienter zu nutzen“.

Überlastung künstlich geschaffen

Die häufig angeführte Überlastung des Flughafens München in Spitzenzeiten ist nach Meinung Göppels bewusst herbei geführt, um den Bau einer dritten Startbahn zu untermauern. Als Beleg dafür führt er an, dass das Flughafenmanagement 2015 schlecht ausgelastete Verbindungen in Spitzenzeiten verlegt habe, in diesen Phasen auch zeitgleiche Verbindungen von Lufthansa und Air Berlin anbiete sowie während des Hochbetriebs sogar Kleinflugzeugen Start- und Landeerlaubnisse gebe.

Der Beschluss gegen eine dritte Startbahn fiel im CSU-Umweltarbeitskreis laut Göppel mit 18 zu zwei Stimmen.

Quelle: http://www.br.de/nachrichten/oberbayern/inhalt/dritte-startbahn-flughafen-muenchen-102.html

BR-Umfrage: Bayern lehnt Dritte Startbahn ab

Freising/München – Eine repräsentative Umfrage des Bayerischen Rundfunks ergab ein erfreuliches Ergebnis für Startbahngegner: 47 Prozent der Bayern lehnen die dritte Startbahn ab, 36 Prozent befürworten das Projekt.

Im Frühjahr 2016 soll über die dritte Startbahn entschieden werden. Das hat Ministerpräsident Horst Seehofer angekündigt. Jetzt hat der Bayerische Rundfunk eine Umfrage von Infratest dimap veröffentlicht.

Darin sprechen sich 47 Prozent gegen den Bau einer dritten Startbahn am Flughafen München aus. Nur 36 Prozent sind mit dem Projekt einverstanden.

Freisings MdL Christian Magerl (Grüne) sagt: „Wir haben bayernweit Rückenwind und es zeigt, dass unsere sachlichen Argumente und unser langjähriges Engagement Früchte tragen.“ In einer Pressemitteilung meint er außerdem, dass es im vergangenen Jahr einen marginalen Anstieg der Flugbewegungen um 0,8 Prozent gab – und sich somit weiterhin kein Bedarf für eine dritte Start- und Landebahn gebe. Desweiteren geht er auf den neuesten Luftverkehrsbericht des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) ein: Die prognostizieren ein jährliches Wachstum von 0,81 Prozent pro Jahr in Sachen Flugbewegungen. Diese Zahlen sind für den Zeitraum 2015 bis 2030 angelegt. Damit bewege sich der Flughafen München ziemlich genau auf dem Schnitt.

Und auch Benno Zierer, Freisings Abgeordneter der Freien Wähler, meldet sich zu Wort: Die Wachstumszahlen seien „weit entfernt von der wichtigen Trendwerde, die der Flughafenbetreiber FMG nur zu gern feiern würde“. Die Pläne gehören seiner Meinung nach deshalb endgültig ins Altpapier.

Am Mittwochabend wird dieses und andere Themen in der Sendung Kontrovers vorgestellt (21 Uhr im Bayerischen Fernsehen).

Quelle: http://www.merkur.de/lokales/freising/freising/br-umfrage-bayern-lehnt-dritte-startbahn-6030649.html

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